Die Einschiffung der nach China abgehenden Truppen auf dem Lloyddampfer „Darmstadt“ in Wilhelmshaven

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Titel: Die Einschiffung der nach China abgehenden Truppen auf dem Lloyddampfer „Darmstadt“ in Wilhelmshaven
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aus: Die Gartenlaube, Heft 1, S. 35
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Beladen und Auslaufen der Darmstadt
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[35] Die Einschiffung der nach China abgehenden Truppen auf dem Lloyddampfer „Darmstadt“ in Wilhelmshaven. (Mit Abbildung.) Am Morgen des 16. Dezember v. J. haben unter den Augen des Kaisers und unter Führung des prinzlichen Admirals die beiden Kreuzer den Kieler Hafen verlassen, die zur Verstärkung der in Ostasien zusammengezogenen deutschen Kreuzerflotte nach China gehen. Ihnen ist dann am 17. von Wilhelmshaven der Lloyddampfer „Darmstadt“ gefolgt, der das gleichfalls dorthin bestimmte Bataillon Marineinfanterie, die Pioniere, das Lazarett- und das Postpersonal mit Waffen, Munition und Ausrüstung an Bord genommen hat. Das gesamte Personal des mit der „Darmstadt“ abgehenden Transportes war bereits am Abend des 15. Dezember in Wilhelmshaven zur Stelle, wo der Dampfer im inneren Hafen bereit lag. Am nächsten Morgen begannen die rastlos geförderten Einladearbeiten. Unaufhörlich rollten Eisenbahnwagen und Frachtfuhrwerke hin und her, an dem Dampfer selbst standen auf dem Quai Abteilungen von Mannschaften und luden unter der Leitung von Offizieren eifrig ein, außerdem waren zwei mit Elektricität betriebene Winden den ganzen Tag über thätig, die in starken Seekisten verpackten Güter an Bord zu nehmen. Das erste, was verladen wurde, waren die zerlegbaren Baracken für das Feldlazarett nebst Krankenbetten, Möbeln, Badewannen etc., dann folgten die Feldbäckerei nebst Dampfbackapparat, die Infanteriemunition, die Post- und Telegraphenausrüstung der Feldpostabteilung etc. Am 17. begab sich die ganze Expedition, deren Führer Korvettenkapitän Truppel ist, an Bord, und um 5 Uhr nachmittags verließ der mächtige Dampfer den neuen Hafen, um sofort in See zu gehen. An den Seeschleusen war eine überaus zahlreiche Menschenmenge versammelt, deren lebhafte Hurrarufe vom Schiffe erwidert wurden. Dazwischen ertönten die Klänge der am Ufer aufgestellten Kapelle, welche Abschiedslieder für die nach dem fernen Ostasien dampfenden Wackeren spielte. Möge allen eine glückliche Heimkehr beschieden sein!

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Einschiffung des Gepäcks der Marineinfanterie in Wilhelmshaven.
Nach dem Leben gezeichnet von A. Wald.