Die Grabkapelle der Fürstin Bismarck in Varzin

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Titel: Die Grabkapelle der Fürstin Bismarck in Varzin
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 8, S. 132
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1895
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Die Gartenlaube (1895) b 132.jpg

Die Grabkapelle der Fürstin Bismarck in Varzin.
Nach einer Photographie von Fritz Lindow.



[132] Die Grabkapelle der Fürstin Bismarck in Varzin. Als am 27. November vorigen Jahres Fürst Bismarck in Varzin vom Verlust seiner so innig geliebten Lebensgefährtin betroffen wurde, ordnete er an, daß die Fürstin ihre letzte Ruhe an der Stätte ihres Todes finden sollte, wo sie, wie schon so oft, den Sommer und Winter mit einander verlebt hatten. Ein kleines Gartenhaus, das ein Lieblingsplatz der Fürstin war, wurde zu einer einfachen Grabkapelle umgewandelt und hier wurde der Sarg beigesetzt in Gegenwart des Fürsten, seiner nächsten Familienangehörigen und Freunde, des Beamten und Forstpersonals des Gutes und vieler Einwohner von Varzin. Der im Arbeitszimmer der Fürstin aufgebahrte Sarg wurde von sechs Förstern und sechs Inspektoren in das Gartenbaus getragen, dessen umfriedete Lage zwischen den Bäumen des Parkes unser obenstehendes Bild den Lesern vergegenwärtigt. Die vielen Hunderte von Kränzen und Blumengebinden aller Art, die auf die Trauernachricht hin in Varzin eintrafen, gelangten im ganzen Raume zur Verteilung. Es wird erzählt, daß Fürst Bismarck nach der Trauerfeier vor dem Verlassen der Stätte aus einem Kranze, der zu Häupten der Toten lag, eine weiße Rose gebrochen habe, die er mit sich nahm. Da inzwischen in Schönhausen, dem Stammgut des Fürsten, wo die meisten seiner Vorfahren ruhen, mit dem Bau einer Familiengruft begonnen wurde, ist anzunehmen, daß auch die Fürstin später dort beigesetzt wird.