Lehrbuch des Schnittzeichnens

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Lehrbuch des Schnittzeichnens
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 8, S. 132
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1895
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[132] Lehrbuch des Schnittzeichnens. Das Schneidern ist eine Kunst: Geschmack und eine geschickte Hand gehören dazu, sowie die Fähigkeit, im Vorübergehen mit einem Blick die Besonderheit einer eleganten Toilette „loszuhaben“. Was aber sonst dazu erforderlich ist, das kann gelernt werden, sowohl praktisch in einem Kurs als an der Hand eines guten Lehrbuches, wie das „Lehrbuch des Schnittzeichnens“ von Helene Sommer (Dresden, Köhler). Die Verfasserin leitet eine Lehranstalt für theoretische und praktische Damenschneiderei in Dresden, sie giebt im Textteil ihres mit Zeichnungen reich ausgestatteten Buches die genaue Unterweisung zum Maßnehmen, Schnittzeichnen, Zusammenheften, Anprobieren und Fertigstellen der Kleidungsstücke. Von anderen Methoden unterscheidet sich die ihrige vorteilhaft dadurch, daß sie kein nach Berechnung aufgestelltes Schema zu Grunde legt, sondern nur die Maße des Körpers selbst, deren sorgfältige Ermittlung und Zusammenstellung das gute Passen gewährleistet. Wer die betreffenden Abschnitte genau studiert und das Erlernte richtig anwendet, wird in kurzer Zeit imstande sein, für sich und andere die Modezeitungen mit ihren stets wechselnden Neuheiten zu benutzen, indem das alte, unveränderliche Körpermaß stets zu Grunde gelegt und alles andere nach ihm gerichtet wird. Wo dies nicht geschieht, wiederholt sich immer aufs neue die schon so oft gehörte Klage, daß die Schnitte aus der Modezeitung nicht passen wollen. Wir haben wiederholt schon auf den großen wirtschaftlichen Nutzen der Hausschneiderei hingewiesen. Aber nicht um seinetwillen allein sollte sie gepflegt werden, sondern um der größeren praktischen Tüchtigkeit und Gewandtheit willen, die dabei gewonnen werden. Unsere junge Mädchenwelt stickt, häkelt und knüpft viel zu viel Ueberflüssiges, sie sollte statt dessen recht fleißig zur Hausschneiderei angehalten werden. Als Anregung dazu empfehlen wir das praktische Sommersche Werk bestens.

Bn.