Die Hauenebersteiner Glocke

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Textdaten
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Autor: Unbekannt
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Titel: Die Hauenebersteiner Glocke
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aus: Badisches Sagen-Buch II, S. 237–238
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons, Google
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Die Hauenebersteiner Glocke.

In der Nähe des Dorfes Haueneberstein ward vor Zeiten von Wildebern eine Glocke am Ufer des Eberbaches aus dem Boden gewühlt. Die Dorfbewohner fanden sie und hängten sie in ihren Kirchenthurm. Als sie geläutet wurde, war ihr Klang so hell und stark, daß man ihn zwölf Stunden weit, in Straßburg, hörte. Nun wollten die Straßburger gerne dieselbe haben und boten dafür so viele Thaler, als sich von der Glocke oben im Thurme bis an die Banngrenze des Dorfes, in einer zusammenhängenden Reihe, würden legen lassen. Die Hauenebersteiner gingen jedoch den Handel nicht ein, und um [238] ihre Glocke desto sicherer zu behalten, dämpften sie durch einen hineingeschlagenen Nagel deren Klang. So blieb ihnen dieselbe noch lange, bis solche zuletzt im Kriege durch die Franzosen zerstört wurde.[1]

(S. Mone’s „Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit.“ Jahrg. 1835.)

  1. Diese Sage kommt einigemal vor, denn ich erinnere mich, sie auch von einer Glocke des Domes zu Speier gehört zu haben, die von Schweinen aus der Erde gewühlt wurde. Vielleicht hat der Name Haueneberstein dazu beigetragen, sie auch an diesen Ort zu knüpfen.
    Mone.