Die Kegelschieber auf dem Löbauer Berge

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Die Kegelschieber auf dem Löbauer Berge
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 191–192
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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[191]
794) Die Kegelschieber auf dem Löbauer Berge.
Borott a. a. O. S. 59.

Einst besuchten zwei Löbauer Bürger ganz allein den Berg und trafen oben zu ihrem Erstaunen eine Menge ganz [192] kleine Leutlein, welche Kegel schoben und sie höchst freundlich und zuvorkommend einluden, mitzuspielen. Es wurde geschoben und geschoben bis spät in die Nacht, und als sich endlich des Spielens müde die beiden Herren empfahlen, machten die Zwerge jedem von ihnen eine Kugel zum Geschenk. Diese waren sehr groß und schwer, so daß des Tragens müde der Eine sie alsbald in’s Gebüsch warf, der Andere aber klüger, schleppte sich damit bis nach Hause und entdeckte hier zur größten Freude, daß es eine goldene Kugel sei. Er gelangte hierdurch zu ungeheuerem Wohlstande, und seine Nachkommen, die man noch heute in der Stadt Löbau kennt, erfreuen sich noch jetzt des Segens dieser goldenen Kugel.