Die Kindesmörderin (Erk, Variante 3)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die Kindesmörderin
Untertitel:
aus: Deutscher Liederhort,
S. 140–141
Herausgeber: Ludwig Erk
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Th. Chr. Fr. Enslin
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Wikimedia Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Deutscher Liederhort (Erk) 140.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[140]
41. Die Kindesmörderin.


Sehr mäßig. Mündlich, aus dem Brandenburgischen. (Cotbus etc.)
Noten


1.
Es trieb ein Schäfer oben rein, :|:

er hört ein kleines Kindlein schrein. :|:

2.
„Ich hör dich schrein und seh dich nicht,

ich hör, daß du ein Kindlein bist.“

3.
‚‚‚Ich bin im hohlen Baum versteckt,

mit Dorn und Disteln zugedeckt.‘‘‘

[141]
4.
„Mein Kind, wer hat denn dich ernährt,

daß dich nicht habn die Würmlein verzehrt?“

5.
‚‚‚Mich hat der heilge Geist ernährt,

daß mich nicht habn die Würmlein verzehrt.‘‘‘

6.
Er nahm das Kind aus dem Wald heraus

und trug es in das Hochzeitshaus.

7.
‚‚‚Gott grüß, Gott grüß, ihr Gäste mein!

die Braut soll meine Mutter sein.‘‘‘

8.
„„Wie kann die Braut deine Mutter sein?

sie trägt ein grünes Kränzelein.““

9.
‚‚‚Unter ihrem grünen Kränzelein

hat sie gezeugt drei Söhnelein;

10.
‚‚‚Zwei hat sie im tiefen Meer ersäuft, :|:

mich hat sie in hohlen Baum versteckt
und mit den Disteln zugedeckt.‘‘‘

11.
„„Mein Kind, sollt ich deine Mutter sein,

so wollt ich, daß der Satan käm
und mir das grüne Kränzlein nähm!““

12.
Kaum war das Wort aus ihrem Mund,

der Satan in der Thüre stund.

13.
Er griff sie bei ihrer schneeweißen Hand,

er tanzt mit ihr ein höllischen Tanz.

14.
Er flog mit ihr zum Fenstr hinaus,

er fuhr mit ihr über ein Dornenstrauch.

15.
„„O weh, o weh, mein zarte Haut!

hätt ich meim Vater und Mutter getraut!

16.
„„Hätt ich getraut dem Vater mein,

so dürft ich nicht verloren sein!““