Die Mutter (Weiße)

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Textdaten
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Autor: Christian Felix Weiße
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Titel: Die Mutter
Untertitel:
aus: Scherzhafte Lieder.
S. 44-45
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1758
Verlag: Weidemann
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[44]
Die Mutter.


Was fällt doch meiner Mutter ein!
Vorzeiten ließ sie mich allein:
Jetzt keinen Augenblick.
Ich geh ins Feld, ich geh in Hayn,

5
Gleich hör ich sie von weiten schreyn:

„Heh, Mädchen, komm zurück!“

Wie ist der guten Mutter bang,
Als würde mir die Zeit zu lang?
Ja, dafür steh ich ihr.

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Ich geh da, oder dorten hin,

Mein Thyrsis weiß schon, wo ich bin,
Und alsdann – – spielen wir.

[45]
Denkt sie, wenn sie nicht bey mir ist,

Daß mir der Wolf mein Schäfgen frißt?

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Denn nie verläßt es mich.

Ey, ja doch, das hat große Noth:
Ich glaube, Thyrsis schlüg ihn todt:
Er liebt es mehr als ich!