Die Nonne (Uhland 1815)

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Textdaten
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Autor: Ludwig Uhland
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Titel: Die Nonne
Untertitel:
aus: Gedichte von Ludwig Uhland, Seite 157
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1815
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung
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Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
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Originalherkunft:
Quelle: MDZ München = Commons.
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[157]
Die Nonne.


Im stillen Klostergarten
Eine bleiche Jungfrau ging;
Der Mond beschien sie trübe,
An ihrer Wimper hing

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Die Thräne zarter Liebe.


„O wohl mir, daß gestorben
Der treue Buhle mein!
Ich darf ihn wieder lieben:
Er wird ein Engel seyn,

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Und Engel darf ich lieben.“


Sie trat mit zagem Schritte
Wohl zum Mariabild;
Es stand in lichtem Scheine,
Es sah so muttermild

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Herunter auf die Reine.


Sie sank zu seinen Füßen,
Sah auf mit Himmelsruh,
Bis ihre Augenlieder
Im Tode fielen zu;

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Ihr Schleier wallte nieder.