Die Parzen

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Textdaten
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Autor: Johann Gottfried Herder
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Titel: Die Parzen
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aus: Zerstreute Blätter (Sechste Sammlung) S. 59-60
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1797
Verlag: Carl Wilhelm Ettinger
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Erscheinungsort: Gotha
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Quelle: Google und Commons
Kurzbeschreibung:
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 Die Parzen.

 Ein Gemählde von Heinrich Meyer.

Furchtbar waren mir sonst die Schwestern des ehernen Schicksals,
     Graue Töchter der Nacht, fremde dem Menschengefühl.
Jetzt verehr’ ich die Hohen, die Mildegesinneten. Klotho,
     Jugendlich-unbesorgt, munter und rüstig am Werk,

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Zieht vom vollesten Rocken den bunten Faden; es weitet

     Lachesis ihn; sie hebt schwebend und leicht ihn empor.

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Atropos schneidet – Doch nein! mit weggewendetem Antlitz
     Säumt sie zu schneiden, die Hand fühlet den kommenden Schmerz.
Wandelte, Jungfraun, Euch zu Lebenszeiten der Künstler?

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     Oder hob er in euch, Diese zu Göttern empor?

Jugend, du bist die Clotho; du, Lachesis, weite den Faden
     Grazienhaft; und dann, Atropos, schneide beherzt.