Die Todtenliste der Gartenlaube

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die Todtenliste der Gartenlaube
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 36, S. 610
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1877
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Zum Tod von Carl Reinhardt.
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[610] Die Todtenliste der Gartenlaube ist wieder um einen Namen reicher geworden, der vorzüglich den älteren Lesern unseres Blattes lieb und werth ist. Am 11. August dieses Jahres starb auf seiner Villa zu Kötzschenbroda bei Dresden Karl August Reinhardt im Alter von neunundfünfzig Jahren. Als Landschaftsmaler und Caricaturenzeichner, als Romanschriftsteller und Humorist unausgesetzt thätig, gehörte er zu jenen Künstlernaturen, welche, obgleich mit reicher Erfindungsgabe und einem leichtflüssigen Productionstalente ausgestattet, von der Noth des Lebens gedrängt, nicht immer jene Fülle und Tiefe der Kraft bewähren, die durch rastlose innerliche Arbeit bildet und hebt, was die Natur freiwillig gewährt hat. Nichtsdestoweniger hat Reinhardt durch die Frische seines Witzes, die Schärfe seiner Satire vielfach belebend und klärend gewirkt und auch auf dem Gebiete schöngeistigen Schaffens und objectiver Schilderung aus Zeit und Leben manches Achtungswerthe geleistet, wovon unter anderem die fünfziger Jahrgänge unseres Blattes Zeugniß ablegen. Ein ehrendes Andenken in ihm bei uns und gewiß auch bei Vielen unter unseren Lesern gesichert, besonders aber werden alle Freunde des einst so viel verbreiteten „Dorfbarbiers“ das Andenken an den unverwüstlichen Humor Reinhardt's mit einem dankbaren Lächeln freundlicher Erinnerung ehren.