Die Verschwörer wider die Ehe

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Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Die Verschwörer wider die Ehe
Untertitel:
aus: Die Volkssagen von Pommern und Rügen. S. 125–126
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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88. Die Verschwörer wider die Ehe.

Der erste Priester, der sich in Pommern nach dem Beispiele Luthers verehelichte, war Herr Dionysius Beigerow in Treptow. Als derselbe solches gegen den damaligen Glauben gethan hatte, erhoben die anderen Pfaffen ein großes Geschrei, und brachten bei dem Rathe in Treptow zu Wege, daß er sollte gefangen werden. Besonders übernahmen vier Herren aus dem Rath, den Geistlichen nicht zu warnen, sondern ihn zu überantworten. Zu mehrerer Befestigung beschworen sie dieß mit einem körperlichen Eide. Dafür wurden sie denn zum Theil hart bestraft. Denn der Hauptanführer von ihnen, da er in der nächsten Nacht darauf frisch und gesund sich hingelegt hatte, wurde am anderen Morgen mit umgedrehtem Halse todt im Bette gefunden. Einem Anderen war ein Gespenst erschienen, und er lag von da an in großer Bitterkeit des Todes, und konnte kein Wort reden, sondern nur mit den zwei Fingern, damit er geschworen hatte, ein Zeichen geben, als wollte er anzeigen, daß es um des Eides willen geschehen wäre. In der [126] anderen Nacht starb er. Also hat Gott, da die Leute nun zur Erkenntniß kamen, dem Priester aus dem schweren Gefängniß geholfen.

Cramer, Gr. Pomm. Kirch. Chron. III. S. 69.