Die Winselmutter bei Grünhain

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Johann Georg Theodor Grässe
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die Winselmutter bei Grünhain
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 473
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort:
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[473]
530) Die Winselmutter bei Grünhain.
Poetisch beh. v. Ziehnert. Bd. III. S. 119.

In der Nähe von Grünhain fließt der sogenannte Oswaldsbach, der seinen Ursprung von den Grenzgebirgen bei Breitenbrunn und Rittersgrün hat. An demselben soll um die Mitternachtsstunde ein gespenstiger Schatten auf- und niederhuschen, der beständig Klagetöne ausstößt. Das Volk nennt diesen die Winselmutter und erzählt sich, einst habe ein Jüngling, dem seine Geliebte die Treue gebrochen, in diesem, an vielen Stellen sehr tiefen und reißenden Bache seinem Leben ein Ende gemacht, seine ihn zärtlich liebende Mutter habe ihn zwar sieben Tage lang auf’s Sorgfältigste gesucht, aber doch seinen Leichnam nicht wiederfinden können und sei zuletzt selbst an Erschöpfung und gebrochenem Herzen gestorben. Ihr Loos sei nun, weil sie gegen Gottes weise Fügung gemurrt, ewig den Körper ihres ertrunkenen Sohnes vergeblich unter steten Klagen und Wimmern suchen zu müssen.