Die blauen Füße

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Textdaten
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Autor: Paul Haller
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Titel: Die blauen Füße
Untertitel:
aus: Gedichte, S. 84
Herausgeber: Erwin Haller
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1922
Verlag: H. R. Sauerländer & Co.
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Erscheinungsort: Aarau
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Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Die blauen Füße


Feucht Geriesel, wie mit Nadeln
Auf den matten Wimpern prickelnd,
Düster um Gestalten wickelnd
Lastet Nebel tief herab.

5
Dieses Wandern ist kein Suchen,

Ist nur Irrgang in Beklemmung,
Aller Freude dumpfe Hemmung,
Selbst des klaren Schmerzes Tod.

Hätt’ ich nie von Sonnengipfeln

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Über’s graue Meer gesungen,

Meine Seele, müd gerungen,
Wäre längst ihr eigen Grab.

Doch nun leuchtet ein Geheimnis,
Und ich muß es mir erstürmen.

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Mag sich Wolk’ auf Wolke türmen:

Droben wandeln blaue Füße,

Droben trägt auf Sturmesschwingen
Ätherluft die schweren Glieder;
Meine Berge schimmern wieder,

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Ferne greift sich selig nah.


Dieses Wandern, welch beglückend
Raumergreifen und Behalten!
Reigen klingender Gestalten
Taumelt durch die Sonnenflur.