Die deutschen Kaiser:Ludwig das Kind und Konrad I.

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Die deutschen Kaiser
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Ludwig das Kind Konrad I.
Ludwig das Kind. 900–911. Konrad der Erste. 911–918.

Nach Arnulfs Tode übel stand
Es um den Thron und um das Land,
Denn, ach, sein Sohn ein Kind noch war:
Er zählte noch nicht sieben Jahr.

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Da brachen denn die Magyaren,

Die gräulich wilden Hunnenscharen
In unser armes Vaterland
Und hausten drin mit Mord und Brand.
Jed’ Heer, das ihnen zog entgegen,

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Das ward geschlagen allerwegen,

Denn leider lähmten innre Fehden
Des Reiches Kraft in diesen Nöten.
Da rief, erbittert ob der Schande,
Das arme Volk zu dieser Frist:

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„Weh über uns und weh dem Lande,

Des König, ach, ein Kind nur ist!“[1]

Nach Ludwigs bald erfolgtem Tod
Ersah man aus des Reiches Not,
Daß ihm – dies sprach man frank und frei –
Ein Mann, ein ganzer, nötig sei.

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Drum „kürt“ die deutsche Fürstenschaft

Nach Ottos, des Erlauchten, Rat
An seiner Statt Herrn „Cunerad“
Von Franken, einen Mann voll Kraft,
Zum deutschen König. – Und fürwahr,

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Die Wahl die allerbeste war.

Zwar kämpfte Konrad auf dem Thron
Gar viel mit jenes Sachsen Sohn:
Doch weil er’s immer redlich meint’,
Empfahl er, als er kam zu sterben,

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Als seines Thrones besten Erben

Herrn Heinrich, – seinen mächt’gen Feind.

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Anmerkungen

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