Die drei Kreuze

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Textdaten
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Autor: Heinrich Gottlob Gräve
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Titel: Die drei Kreuze
Untertitel:
aus: Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz, S. 103–104
Herausgeber:
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: F. A. Reichel
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Erscheinungsort: Bautzen
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Quelle: MDZ München, Commons
Kurzbeschreibung:
Siehe auch Lückersdorf
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Volkssagen und volksthuemliche Denkmale der Lausitz 103.jpg
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[103]
XXXV. Die drei Kreuze.

In Kamenz vor dem königsbrücker Thore an der St. Jodoci- (gewöhnlich St. Just genannt) Kirche, sieht man in der Gegend des Thurms, linker Hand drei Kreuze, von welchen die Sage meldet:

[104] Ein wohlhabendes Bauermädchen aus Lückersdorf habe einem Schmiedeburschen aus Brauna die Ehe versprochen, sey aber wankelmüthig geworden und habe einem jungen Gärtner aus Liebenau ihr Herz und Hand gereicht, worüber der frühere Geliebte in solche Wuth gerathen, daß er Beiden den Tod geschworen.

Da er nun Beiden zugleich nicht beizukommen vermocht, sey der Trauungstag der Verlobten zur Ausführung dieser blutigen That von ihm bestimmt worden, wo er ihnen in dem linker Hand daselbst befindlichen Gäßchen aufgelauert.

Als sie nun nach vollendeter Trauung zum Mahle bei des Burschens Vater nach Liebenau gehen wollen, sey er plötzlich, mit einem breiten Messer bewaffnet, hervorgesprungen, habe erst die Getraute, dann ihn und endlich sich selbst – ohne daß Jemand zu Hilfe habe eilen können – niedergestochen, worauf sie denn alle Drei auf dem Platze, wo sie gefallen, begraben und zum Gedächtniß diese drei Steine errichtet worden.