Die treue Frau zu Kriebstein

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Johann Georg Theodor Grässe
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die treue Frau zu Kriebstein
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 323-324
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort:
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung: Belagerungssage mit dem Motiv der treuen Weiber von Weinsberg
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[323]
370) Die treue Frau zu Kriebstein.

Fabric. Orig. Misn. f. 689. Moller, Freiberg. Annalen Th. II. S. 72. Poet. beh. v. Ziehnert. Bd. I. S. 37 sq.

Es hatte das in einer reizenden Gegend des Zschopauthals gelegene Schloß Kriebstein ein reicher Edelmann Dietrich Bärwald oder von Bernwalde (von 1382–1407) erbaut und sich darin befestigt, allein nachmals hat ihn ein anderer Edelmann aus dem Geschlechte der Staupitze (von Reichenstein) am Fastnachtstage des Jahres 1415 überfallen und den Platz widerrechtlich behalten. Darnach hat Markgraf [324] Friedrich der Streitbare die Freibergischen Bürger aufgeboten und das Schloß umlagert und mit Gewalt zur Uebergabe gezwungen. Da hat des genannten Staupitzens Ehefrau, weil ihr der Fürst vergönnt hatte abzuziehen und mitzunehmen, was ihr am Liebsten sei und sie tragen könne, alle ihr Geschmeide und Schmuck im Stiche gelassen und nichts als ihren Eheherrn aus dem Schlosse getragen, dadurch sie auch den Markgrafen bewegte, daß er demselben ungeachtet des Urtheils, so schon über ihn ergangen, Gnade erwies und das Leben schenkte.