Ein Denkmal der Völkerschlacht bei Leipzig

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Titel: Ein Denkmal der Völkerschlacht bei Leipzig
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aus: Die Gartenlaube, Heft 47, S. 804
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1894
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[804] Ein Denkmal der Völkerschlacht bei Leipzig. Es ist eine erfreuliche Erscheiuung, die man wiederholt seit der Grüudung des neuen Deutschen Reiches beobachten konnte: die Bürger des neuen Reiches fühlen eine Art sittlicher Verpflichtung, die Schulden des alten zu bezahlen, die angefangenen Werke der Vorfahren zu vollenden. Was an den poliaschen Wirrnissen an der wirtschaftlichen Armnt früherer Tage aus halbem Wege scheiterte, was vielleicht nur als Bflüht empfunden, aber unter der Ungnufl der Zeiten nicht gethan wurde - heute sieht man eins umS andere aus. genommen vom lebenden Geschlechte und als eigene Ausgabe behaudelt. DaS Hermannsdenkmal im Teutoburger Walde, die Türme zu.Köln und zu lllur sind die glänzenden Zengniae für diesen ehrenwerten Znl.l im Eharalter nnserer neuen Reichsbürger.

Und setzt gilt eS wieder eine solche Ausgabe. TaS Schlachtfeld bei Leipzig, daS Gefilde, auf dem eiuft in baugen Tagen über das Schicksal nnfereS BolkeS entschiedeuward, von dem em glorreicher Aufschwung der Gewitter hiuauSgiug in alle deutscheu Laude, auch in die, welche an seueui t^. ^lloder dem fremdeu Herru noch Bafalleudieufte leifteu mußleu - eS trägt noch heute rem Teutmal, das einer so erhabeueu Weudung in uuferer Geschichte windig wäre. Wohl fehlt es^ nicht an eiuzelueu Er^ iuuerungSzeichem der Fremde pilgert zum „Mouarcheuhügel“ mit feiuer Spitzfäule, zu deui Grauitwürfel, welcher dem ^bertommandierenden der verbuudeleu Armeeu, deui Fürfteu Schwarzenberg, von feiuer Gattiu er. richtet wurbe, er betrachtet sich wohl auch den „Rapoleoufteiu“, der die Stelle bezeichuet, wo der fräuzäfische Kaiser die Niederlage feiuer Tru.ppeu milausah. Aber teiu Teutmal fteht da, in dem da.^ tlugeheure, daS hier geschah, auch nur.auuäheriid zum Ausdruck käme.

Man hat die Läcke schou lauge emvfuudeu und auch schou lauge die ersten Schritte gethan sie zu fällen. Bei .e.er fäufzigsährigen Wieder. lehr des siegestags, n am t.^. Oktober .l^, wurde unter großen Feier. lichkeiteu, unter der Teiluahme fast gauz TeutschlaudS der Gruudfteiu gelegt zu eiuem wärdigen Ralioualdeukmal der BefrelungSkriege. Alleiu in seueu schwüleu uuklareu Jahreu, da die Lösung der „deutscheu Frage“ schwer auf den Geuiiiteru laftete, da war die uachhaltige Stimmung nicht vorhaudeu für den Ausbau eiueS BölkerschlachtdeukmalS, und feit über dreißig Jahreu liegt der Gruudfteiu eiufaui und verlaffeu im Felde.

Aber er hatt nicht ewig so ruhen Im ueueu Deutscheu Reiche ist Licht und Raum fur den Geift, der an den Bölkerbuud von .^l.^, an die glorreicheu Eriuuerungen der BefreiungSschlacht autuüpft. llud so hat ach zu Leipzig ein „Deutscher Bntrivtenlmnd .wr Errichtung eiueS BölkerschlachtdeukmalS bei Leipzigs gebildet, der in gauz Teutschlaud die Werbetrommel röhrt und Freiwillige fauuuelt zur Erfüuung einer vater. läudischeu Ehrenpflicht. Ieder gnte Deutsche ist willkommen, der sein Schersleiu beitragen willn der erste Borfitzeude deS BuudeS, Architekt ElemeuS Thieme in Leipzig, Au der Bleitze Rr. ....^, ist geru bereit, die Gabeu in Empfaug zu uehmeu. kiud wenn dauu dereiuft das Teut. mal fteht, in schlichter Größe und Schöuheit, wie wir alleiu es uuS denken köuueu, dauu wird seder, der daS Seiue dazu gethan, sich mit Genugthuung fagen können e auch du hast teilgenommen an der Tilgung einer alten Ehrenschuld.