Ein strittiger Fund

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Titel: Ein strittiger Fund
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 48, S. 804
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1897
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
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[801] 
Die Gartenlaube (1897) b 801.jpg

Ein strittiger Fund.
Nach einer Originalzeichnung von F. Specht.

[804] Ein strittiger Fund. (Zu dem Bilde S. 801) Frühzeitig hat der Winter an den Ausläufern des Uralgebirges seinen Einzug gehalten, und mit der wachsenden Schneedecke steigt die Not der Tiere des Waldes. Selbst Meister Braun, der sonst die Pflanzenkost vorzieht, wird zum grimmigen Räuber. Bevor er sich einschlägt, d. h. das Lager für seinen Winterschlaf aufsucht, will er sich noch stärken, lauert den Haustieren auf und sucht nach gefallenem Wild. Am Waldesrande erhält er Witterung, und da er vom Holze geht, erblickt er wirklich an dem Abhang eines Hügels eine gedeckte Tafel. Dort liegt eine eingegangene Hirschkuh – aber auch andere Gäste haben sich bei ihr eingestellt. Zwei Wölfe sind es, die sich gerade anschicken, ihren Hunger zu sättigen. Wild brummend, schreitet der Bär ihnen entgegen, und bald wird um das arme Opfer des Winters ein bitterer Kampf entbrennen. Für die Wölfe ist das eine recht fatale Begegnung, denn sie werden vor dem ergrimmten Bär den Kürzeren ziehen müssen.