Eine Erinnerung an den Hussitenkrieg im Kloster Sankt Marienstern

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Autor: Friedrich Bernhard Störzner
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Titel: Eine Erinnerung an den Hussitenkrieg im Kloster Sankt Marienstern
Untertitel:
aus: Was die Heimat erzählt. Sagen, geschichtliche Bilder und denkwürdige Begebenheiten aus Sachsen, S. 492
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Arwed Strauch
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Digitalisat der SLUB Dresden bei Wikimedia Commons
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210. Eine Erinnerung an den Hussitenkrieg im Kloster Sankt Marienstern.

Sehenswert ist die Klosterkirche zu Sankt Marienstern bei Kamenz. Sie enthält wahre Kunstschätze an Bildern und Statuen. Die Altarbilder sind vielfach Meisterwerke. Da enthält ein zierlicher Altar in einer Hälfte eines Flügels ein denkwürdiges Bild. Dasselbe zeigt die Gestalten von drei Franziskanern, in deren Köpfen und Leibern hie und da Nägel stecken. Unter den Mönchen liegt ein gerüsteter Soldat, ein Hussit, auf dem der eine Mönch mit beiden Füßen steht, die beiden anderen je mit einem Fuße.

Was die Heimat erzählt (Störzner) 492a.jpg

Wenden in Ostrow bei Kloster Marienstern.

Der untenliegende Hussit soll den Hussitenführer Ziska darstellen. Die Nägel, welche in den Körpern der Mönche stecken, deuten hin auf die Qualen, denen einst die Klosterbewohner von Kamenz und Sankt Marienstern von seiten der Hussiten ausgesetzt waren. –