Eine Gedenktafel für Friedrich Hofmann

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: –h.
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Eine Gedenktafel für Friedrich Hofmann
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 12, S. 386
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[386] Eine Gedenktafel für Friedrich Hofmann. Eine einfache, würdige Feier wurde am 17. April zu Ilmenau begangen. Es galt, den Vorabend des Geburtstages Friedrich Hofmanns, des vor fast zwei Jahren daselbst verstorbenen, vielbeliebten und weithin bekannten Dichters, des „Veteranen der Gartenlaube“, festlich zu begehen. Einer der Freunde des Heimgegangenen, Sanitätsrath Dr. Preller, hatte, um seiner warmen Verehrung für den Dichter Ausdruck zu geben, namentlich aber um das Gedächtniß für Hofmann lebendig zu erhalten, eine Tafel gestiftet, welche an dem Hause befestigt wurde, in welchem der Verewigte bei seinem oft wiederkehrenden Aufenthalt zu Ilmenau stets Abstieg genommen hat. Die Inschrift lautet, entsprechend der Bezeichnung, die in vertrautem Kreise Hofmann sich beizulegen pflegte:

Hier wohnte und starb
der Alte
der Dichter
Friedrich Hofmann.
Im Jahre 1888.

Nachdem die Musikkapelle einen Choral geblasen hatte, ergriff Herr Superintendent Lincke das Wort, um in kurzer, bewegter Ansprache den Verewigten zu feiern und seines menschenfreundlichen, gütevollen Herzens, seiner treuen vaterländischen Gesinnung zu gedenken. Er schloß mit Tassos Wort: „Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, ist eingeweiht!“

Der Vortrag der beiden Lieder „Das treue deutsche Herz“ von Otto und „Thüringen“ von Franz Abt durch einen Sängerchor schloß die schlichte Erinnerungsfeier. Den vielen Freunden und Besuchern der grünenden Bergstadt sei noch mitgetheilt, daß die Gedenkplatte sich am Hause des Chirurgen Luther, schräg gegenüber dem neuen Postgebäude in der Schloßstraße, befindet; allen Verehrern Hofmanns aber, daß in nicht allzu ferner Frist die Errichtung eines Hofmann-Denkmals auf dem Friedhof zu Ilmenau bevorsteht. –h.