Eine der Ottiliensage verwandte Legende von Sitzenkirch

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Johann Jakob Schneider
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Eine der Ottiliensage verwandte Legende von Sitzenkirch
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch I, S. 249
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Karlsruhe
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons und Google
Kurzbeschreibung:
Zur Ottiliensage siehe St. Ottilien bei Freiburg
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[249]
Eine der Ottiliensage verwandte Legende von Sitzenkirch.

Fliehend vor ihren Verfolgern, rohen Kriegern aus dem Heere des Grafen Rudolf von Habsburg, durch welches das Kloster Sitzenkirch im Jahre 1272 eingeäschert wurde, hatte eine Nonne von dort die Felder von Auggen bereits erreicht, als sie vor Erschöpfung zur Erde sank. Inbrünstig flehte sie zur heiligen Jungfrau, sie nicht der Schande und dem Elend preiszugeben,

Ihr zu senden,
Sie zu wahren,
Ihrer Engel treue Schaaren.

Siehe! da öffnete sich neben ihr die Erde und eine kristallklare Quelle sprudelte daraus hervor; die fromme Jungfrau trank von dem Wunderwasser zur Genüge, fühlte sich wieder plötzlich von neuem Leben durchdrungen und alle Müdigkeit verschwunden. Nach einem kurzen aber heißen Dankgebete setzte sie rasch ihre Flucht fort und fand jenseits des Rheins ein sicheres und stilles Asyl.

Noch rieselt jene liebliche Quelle und führt zu Ehren der heiligen Jungfrau noch heut zu Tage den Namen „das heilige Brünnlein.“

(Siehe Pfarrer J. Schneider’s obengenanntes Werkchen. S. 34.)