Elektrische Kraft Hertz:123

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Heinrich Hertz: Untersuchungen über die Ausbreitung der elektrischen Kraft
Seite 123
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7. Ueber die Ausbreitung elektrodynamischer Wirkungen.


keinen Einfluss aus, die directe Wirkung verursacht Funken von 2 mm Länge. Bringen wir nun B durch Drehung um eine verticale Axe in die erste Hauptlage, so findet umgekehrt eine directe Einwirkung der primären Schwingung nicht statt, aber die Wellen im Drahte erzeugen jetzt Funken, welche wir durch Annäherung von P an A ebenfalls fast auf 2 mm Länge bringen können. In mittleren Lagen werden beide Ursachen zu Funken Anlass geben, und es ist denselben also die Möglichkeit geboten, nach Maassgabe ihrer Phasendifferenz sich gegenseitig zu verstärken oder zu schwächen. In der That beobachten wir eine derartige Erscheinung. Stellen wir nämlich die Ebene von B so ein, dass ihre nach AA′ hin gerichtete Normale von derjenigen Seite des primären Leiters, auf welcher sich die Platte P befindet, wegweist, so fallen die Funken kräftiger aus, als selbst in den Hauptlagen; stellen wir aber jene Ebene so, dass ihre Normale auf P zuweist, so erlöschen die Funken und treten erst bei wesentlicher Verkleinerung der Funkenstrecke wieder auf. Bringen wir unter übrigens gleichen Umständen die Funkenstrecke im tiefsten Punkte von B an, so tritt Auslöschung dann ein, wenn die Normale von P abweist. Weitere Variationen des Versuches, in welchen z. B. der Draht unterhalb des secundären Leiters vorbeigeleitet wurde, verliefen so, wie es nach dem Mitgetheilten zu erwarten war. Die Erscheinung selbst hatten wir erwartet; suchen wir uns klar zu machen, dass auch der Sinn der Einwirkung unserer Deutung entspricht. Um die Vorstellung zu fixiren, sei die Funkenstrecke im höchsten Punkte gelegen, die Normale gegen P gekehrt (wie in der Figur). Fassen wir einen Zeitpunkt ins Auge, in welchem sich die Platte A im Zustand grösster positiver Ladung befindet. Die elektrostatische und damit die Gesammtkraft ist dabei von A gegen A′ gerichtet. Die durch dieselbe in B erzeugte Schwingung ist bestimmt durch die Richtung der Kraft im unteren Theile von B. Es wird also die positive Elektricität gegen A′ hin im unteren, von A′ fort im oberen Theile getrieben. Achten wir nun auf die Wirkung der Wellen. Solange A positiv geladen ist, fliesst die positive Elektricität aus der Platte P heraus. Diese Strömung ist in dem von uns betrachteten Augenblick in der Mitte der ersten halben Wellenlänge des Drahtes im Maximum ihrer Entwickelung. Eine Viertelwellenlänge weiter vom Ursprung entfernt,