Friesische Sage

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Textdaten
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Autor: Theodor Storm, Theodor Mommsen
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Titel: Friesische Sage
Untertitel:
aus: Schleswig-Holsteinische Sagen, in: Volksbuch für das Jahr 1844, mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, S. 90–91
Herausgeber: Karl Leonhard Biernatzki
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1844
Verlag: Schwers’sche Buchhandlung
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Erscheinungsort: Kiel
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Friesische Sage.

Die Brokenkoogswisch in der Tonderschen Marsch bei dem Kanzleihof Iresmade hat ihren Namen von einem reichen Bauer, Namens Brok, der vor seinem Tode all sein Vermögen unter seine drei Söhne theilte bis auf diese schöne Wiese, über welche sie sich brüderlich vereinbaren sollten. [91] Als nun der Vater gestorben war, machten die Drei unter sich aus, daß dem die Wiese gehören solle, der bei der ersten Matt auf ihr die meisten Schwaden schlüge. Beim Mähen aber in die Wette wurden sie eifersüchtig auf einander, und erschlugen sich zuletzt Einer den Andern mit den Sensen.

Seit der Zeit tanzen auf der Brokenkoogswisch allnächtlich drei Irrlichter herum, die das Wettmähen und den Bruderzwist nachmachen, und eins nach dem andern verlöschen.