Geschichte von Kloster Heilsbronn/Immeldorf

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31. Immeldorf,

jetzt Pfarrdorf, vormals Filial von Sachsen. Das Kloster erhielt, wie oben beim 13. Abt Heinrich von Hirschlach berichtet wurde, dem dornbergischen Testament zufolge, i. J. 1298 Gefälle in Immeldorf, dazu 1351 eine Schenkung von Götz Ribranft. Darauf blieb sein Besitz beschränkt; es besaß dort nie mehr als ein Anwesen, verkehrte aber gleichwohl oft mit Immeldorf, da es auch dort, wie überall, wo es sich ansiedelte, Streit hervorrief. Der 19. Abt Arnold verrechnet i. J. 1365 Prozeßkosten in Sachen [227] gegen die Äbtissin von Kitzingen, gegen die Stadt Rothenburg, gegen den Pfarrer zu Hirschau, gegen Personen in der Nähe und Ferne, insonderheit contra rusticos in Ymelndorf. In anderer Weise verkehrte der 20. Abt Stromer mit Immeldorf, inhaltlich eines Vertrages von 1413, worin es hieß: „Die Gottshausmeister zu Immeldorf geben jährlich und ewig dem Custer zu Halsprunn 1/2 Pfund Wachs; der Custer gibt dagegen dem Gottshaus genug Oblaten, groß und klein. Geschähe aber, daß die Kirche zu Immeldorf künftig zu einer Pfarr werde, so soll das Gottshaus dem Kloster kein Wachs und das Kloster dem Gottshaus keine Oblaten mehr zu geben schuldig sein.“ Immeldorf war damals noch Filial oder „Frühmeß“ von Sachsen, weßhalb in dem Vertrage der damalige Pfarrer Johannes von Sachsen als Frühmesser von Immeldorf bezeichnet wird. Im 16. Jahrhundert waren daselbst Dorfherren das Kloster Heilsbronn, die Stadt Nürnberg und Sebastian von Eib zu Vestenberg und Tettelsau, Alle schon frühzeitig protestantisch, daher auch ihre Unterthanen. Pfarrpatron war Nürnberg, der Pfarrer Achatius bei seiner Patronatsherrschaft mißliebig. Die Gemeindeangehörigen nahmen sich aber des Pfarrers an und reichten 1552 beim 31. Abt Heberlein eine Fürbitte folgenden Inhalts ein: „In der Gemeinde geht das Gerücht, unser Herr Pfarrer werde entsetzt werden. Da aber derselbe in seinem Berufe sich gegen Jedermann christlich und ehrlich gehalten und da er Familie hat, so wolle der Herr Abt bei Bürgermeister und Rath zu Nürnberg dahin wirken, daß ihnen ihr Pfarrer belassen werde.“ Der Abt befürwortete das Gesuch und bezeugte, daß er von dem Pfarrer nur Gutes sagen könne.