Glänzende Lufterscheinung

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Textdaten
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Autor: Dr. Lehmann
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Titel: Glänzende Lufterscheinung
Untertitel:
aus: Annalen der Physik und Chemie, Band LX
Herausgeber: Johann Christian Poggendorff
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1843
Verlag: Johann Ambrosius Barth
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans auf Commons, Google
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XVI. Glänzende Lufterscheinung.


Am 19. October 1843, Nachmittags um 1 Uhr 35 Minuten mittl. Zeit, zeigte sich zu Berlin eine überraschende, glänzende Lufterscheinung. Während zwei Wolkenzüge über einander sich befanden, der untere aus dicken, schwarzgrauen Haufenwolken bestehend, die in schneller Bewegung von NW. her begriffen waren, der obere aber ein schönes, weißes, stillstehendes Lämmergewölk bildend, erglänzte das letztere, nur wenige Grade senkrecht über der Sonne, von den hellsten Regenbogenfarben; es waren drei horizontale Streifen über einander, von ziemlich gleicher Breite, die beiden äußeren mit demjenigen gelblichen Roth gefärbt, welches den einen Rand eines gewöhnlichen Regenbogens bildet, der innere aber lebhaft grün. Die Breite der drei Streifen zusammen betrug wenigstens 5 Grade, ihre Länge aber gegen 15 Grade. Auf den zunächst benachbarten Lämmerwölkchen, außerhalb der drei Streifen, zeigten sich dieselben rothen und grünen Farben in unregelmäßiger Zerstreuung. Nach einigen Minuten ward die Erscheinung schwächer; dann machte eine dunkle Haufenwolke sie ganz unsichtbar. Der Unterzeichnete würde es dankbar anerkennen, wenn man ihn belehrte, ob eine ähnliche Erscheinung schon öfter in hiesiger Gegend, zumal bei so hohem Sonnenstande, beobachtet worden sey.
Dr. Lehmann.