Herr Jordan Pleßkow

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Textdaten
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Autor: Ernst Deecke
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Titel: Herr Jordan Pleßkow
Untertitel:
aus: Lübische Geschichten und Sagen, S. 198
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1852
Verlag: Carl Boldemann
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Erscheinungsort: Lübeck
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Quelle: Google, Commons
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[198]
103. Herr Jordan Pleßkow.

Anno 1425 starb Herr Jordan Pleßkow, Burgemeister und Ritter; eine Ehre aller Seestädte; friedsam, ehrbar und milde; an allen Fürstenhöfen, in Städten und Schlössern, wo er kam, willkommen. Wer da zu Lübeck kam in seinen Tagen von Fürsten, Prälaten, Rittern oder wohlgebornen Leuten, die Fremde waren, die mußten alle sein Brot essen.

Als 1416 der Aufruhr, welcher acht Jahr lang gewährt, wieder gestillt war, und der neue Rath seine Missethat abbitten mußte, sprach Herr Jordan: „Lieben Freunde, gleicherweise wie wir begehren, daß der allmächtige Gott sich unser erbarme und uns unsere Sünden vergebe, so wollen auch wir Euch alles von Herzen vergeben, und Ihr sollt uns nach diesem noch williger und freundlicher befinden, denn zuvor.“

So sagt die Chronik. Begraben ward er zu S. Ägidien unter einem blauen Stein, der Kanzel gegenüber.

Bemerkungen

[394] Vgl. Detmar 2, S. 15. Korner sagt von ihm: hic deo et hominibus dilectus proconsul omnium civitatum do ansa honor extitit et gloria, multarum virtutum redimitus excellencia. Fuit nempe pacis amator forvidus, viduarum pauperum protector strenuus, discordancium parcium reconciliator avidus, tyrannice dominacionis effractor animosus, justicie zelator piissimus, servicii divini promotor promptissimus, religiosorum fauctor carissimus et politice rectitudinis emulator sincerus. Similis illi in urbibus ause temporibus nemo inventus est, secundum nulla habuit, et vix in antea habebit. Selbst die an Worten sonst sehr sparsame alte Rathsmatrikel sagt: hic totum habuit. quod bonus vir habere debuit.