Zum Inhalt springen

Hyperion an Diotima L

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<< >>>
Autor: Friedrich Hölderlin
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Hyperion – Hyperion an Diotima L
Untertitel: oder der Eremit in Griechenland – Zweiter Band
aus: Hyperion oder der Eremit in Griechenland von Friedrich Hölderlin. Erster Band. Tübingen 1799; S. 47–48
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum: o. A.
Erscheinungsdatum: 1799
Verlag: J. G. Cotta'sche Buchhandlung
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Tübingen
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: www.hoelderlin.de
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]
[47]
HYPERION AN DIOTIMA.

     Ich bringe mich mit Mühe zu Worten.

     Man spricht wohl gerne, man plaudert, [48] wie die Vögel, solange die Welt, wie Mailuft, einen anweht; aber zwischen Mittag und Abend kann es anders werden, und was ist verloren am Ende?

     Glaube mir und denk, ich sags aus tiefer Seele dir: die Sprache ist ein grosser Überfluss. Das Beste bleibt doch immer für sich und ruht in seiner Tiefe, wie die Perle im Grunde des Meers. - Doch was ich eigentlich dir schreiben wollte, weil doch einmal das Gemälde seinen Rahmen und der Mann sein Tagwerk haben muss, so will ich noch auf eine Zeitlang Dienste nehmen bei der Russischen Flotte; denn mit den Griechen hab’ ich weiter nichts zu thun.

     O theures Mädchen! es ist sehr finster um mich geworden!