Ihr grünenden Berge

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Robert Burns
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Ihr grünenden Berge
Untertitel:
aus: Lieder und Balladen,
S. 46 - 47
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum: 1786
Erscheinungsdatum: 1860
Verlag: A. Hofmann und Comp.
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer: Adolf Wilhelm Ernst von Winterfeld
Originaltitel: Yon Wild Mossy Mountains
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[46]

 Ihr grünenden Berge.


Ihr grünenden Berge, so luftig und weit,
Es nährt Euer Busen die Jugend des Clyde,
Das Birkhuhn nach Nahrung die Thäler durchstreift,
Und der Schäfer ein lustiges Liedchen sich pfeift.

5
     Das Birkhuhn nach Nahrung die Thäler durchstreift,

     Und der Schäfer ein lustiges Liedchen sich pfeift.

Nicht Thäler von Gowrie, nicht Ufer vom Forth,
Sind Euch zu vergleichen Ihr Berge vom Nord;
Denn dort, an ’nem Bächlein, man findet es kaum,

10
Wohnt ein Mädchen, die ist mein Gedanke, mein Traum.

     Denn dort, an ’nem Bächlein, man findet es kaum,
     Wohnt ein Mädchen, die ist mein Gedanke, mein Traum.

[47] Im grünenden Bergland ist jetzt meine Stätt’,
Wo schäumen die Bäche im steinigen Bett;

15
Denn dort, mit dem Mädchen ich tagelang geh’,

Und selig ihr in die Blauäugelein seh’.
     Denn dort, mit dem Mädchen, ich tagelang geh’,
     Und selig ihr in die Blauäugelein seh’.

Sie ist nicht die Schönste, obgleich sie doch schön,

20
Die Schule hat auch sie nicht lange geseh’n;

Die Eltern so arm, wie es Wenige giebt,
Doch ich liebe die Liebste, weil sie mich so liebt.
     Die Eltern so arm, wie es Wenige giebt,
     Doch ich liebe die Liebste, weil sie mich so liebt.

25
Was giebt denn der Schönheit den herrlichsten Preis?

Sind’s Blicke und Seufzer, bald laut und bald leis?
Ist’s Witz und ist’s Feinheit, erkünstelter Scherz?
Das blendet das Aug’ und erkältet das Herz.
     Ist’s Witz und ist’s Feinheit, erkünstelter Scherz?

30
     Das blendet das Aug’ und erkältet das Herz.


Doch Liebe und Güte im glänzenden Blick,
Da bleibt selbst der Demant dahinter zurück;
Das klopfende Herz, wenn mein Arm sie umschließt,
Das ist es, womit sie mein Sein mir versüßt.

35
     Das klopfende Herz, wenn mein Arm sie umschließt,

     Das ist es, womit sie mein Sein mir versüßt.