Im Reifrockputz, mit Blumen reich verzieret

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« Wahrhaftig Buch der Lieder (1827) Ich bin’s gewohnt den Kopf recht hoch zu tragen »
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Textdaten
Autor: Heinrich Heine
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Titel: Im Reifrockputz, mit Blumen reich verzieret
Untertitel:
aus: Buch der Lieder, Junge Leiden, Sonette, S. 91
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum: 1817–1821
Erscheinungsdatum: 1827
Verlag: Hoffmann und Campe
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Erscheinungsort: Hamburg
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans der Ausgabe 1827 auf den Commons
Kurzbeschreibung:
Dies ist das erste Gedicht im Zyklus „Sonette“. Der vorherige Zyklus heißt „Romanzen“.
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Sonette.

An A. W. v. Schlegel.

Im Reifrockputz, mit Blumen reich verzieret,
     Schönpflästerchen auf den geschminkten Wangen,
     Mit Schnabelschuh’n, mit Stickerei’n behangen,
     Mit Thurmfrisur, und wespengleich geschnüret;

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So war die Aftermuse ausstaffiret,

     Als sie einst kam, dich liebend zu umfangen.
     Du bist ihr aber aus dem Weg gegangen,
     Und irrtest fort von dunkelm Trieb geführet.
Da fandest du ein Schloß in alter Wildniß,

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     Und drinnen lag, wie’n holdes Marmorbildniß,

     Die schönste Maid in Zauberschlaf versunken.
Doch wich der Zauber bald, bei deinem Gruße
     Aufwachte lächelnd Deutschlands ächte Muse,
     Und sank in deine Arme liebestrunken.


Anmerkung (Wikisource)

August Wilhelm von Schlegel war ein deutscher Literaturhistoriker, Übersetzer, Schriftsteller, Indologe und Philosoph. Er gilt als Mitbegründer der deutschen Romantik.