Imitation von Holzbrand

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: H. R.
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Imitation von Holzbrand
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 1, S. 36 a
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite



[36] Imitation von Holzbrand. Die so beliebte Brandmalerei hat unter ihren Verehrerinnen auch solche, die selbst keinen Apparat dafür besitzen und ebenso nicht die Zeit aufwenden können, welche zur wirklich sicheren Handhabung des Brennstiftes gehört. Allen diesen sei folgendes, in seinen Resultaten dem Holzbrand ganz ähnliches Verfahren empfohlen. Man spannt über den zu bearbeitenden Gegenstand, der aus weichem Holz sein muß, ein Stück Pauspapier, auf welchem das zu übertragende Muster sich befindet, und zeichnet letzteres mit einem nicht zu spitzen Metallstift, stark aufdrückend, nach. Am Schluß dieser Prozedur ist das Papier voller Riffe, das Holz aber mit lauter vertieften Linien bedeckt. In diese kleinen Furchen streicht man nun mit feinem Pinsel


Die Gartenlaube (1899) b 0036 a 2.jpg

Briefpult mit imitierten Holzbrand


gebrannte Terra di Siena (Oelfarbe), welche durch Beimischung von Mastixfirnis und Terpentinöl flüssig gemacht wurde; an Stellen, wo die Farbe schwärzlicher wirken soll, kann man etwas Schwarz und eine Spur von Kremserweiß zusetzen. Bei beabsichtigter Kolorierung werden die verschiedenen Farben ganz in gleicher Weise, mit denselben Flüssigkeiten gemischt, aufgetragen. – Die beschriebene Arbeitsweise hat, wie schon gesagt, mit Holzbrand die größte Aehnlichkeit und ist äußerst bequem. In dieser Weise ist die Verzierung an dem vorstehend abgebildeten Briefpult angebracht.

H. R.