Kümmernis (Tucholsky)

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Textdaten
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Autor: Kurt Tucholsky
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Titel: Kümmernis
Untertitel:
aus: Fromme Gesänge, S. 29
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1919
Verlag: Felix Lehmann
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Erscheinungsort: Charlottenburg
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: ULB Düsseldorf und Scans auf commons
Kurzbeschreibung:
Erstdruck in: Die Weltbühne, 17. Oktober 1918
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Kümmernis


Frühmorgens beim Kaffee – mein faltiger Bauch,
wie baumelst du trübe und leer!
Gewiß, ohne Zucker und Milch geht es auch,
so reicht mir die Kanne nur her.

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     Kein Fleisch und kein Honig, kein Fett und kein Ei,

     wie öd ist das Frühstücksgedeck!
     Doch eines, mein Bauch, stört am meisten uns zwei:
 Die Sahne …
 die Sahne ist weg!

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Und nicht nur beim Kaffee – o Allegorie!

komm mit in den Musenhain.
Wie sehr auch der Kunstmarkt lärmte und schrie:
wer reich ist, der braucht nicht zu schrein.
     Die Expressionisten im Kinderkleid

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     und die Kunst mit dem fünfstelligen Scheck –

     und ich denke an Brahm und die alte Zeit –
 Die Sahne …
 die Sahne ist weg!

So schau in die Zukunft! – Was kommt denn danach,

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wenn die Große Zeit einst vorbei?

Was kommt nach den Tränen, dem Blut und der Schmach
und all dem Nationengeschrei?
     Was kommt für die Kinder? die Generation
     der Hoffnung?

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 Ich sehe da black

     Mein Jugendlicher, o Ludolf, mein Sohn:
 Die Sahne …
 die Sahne ist weg!