Klapphornverse

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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Klapphornverse
Untertitel:
aus: Erotische Volkslieder aus Deutschland, S. 112–114
Herausgeber: Hans Ostwald
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: [1910]
Verlag: Eberhard Frowein
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Princeton-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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[112]

Klapphornverse

Wenn de mich nett kriegst, nett kriegst,
Do is schie aus:
Du bist der Scheenste nett; .
Hast a ka Haus,

5
Ka Haus un ka Geld,

Ka Wies’ und ka Feld –
Sette Bürschle wie du bist
Gibts genug in der Welt.

Ach wenn ’r ner käme,

10
Daß er mich nähme,

Daß ich doch endlich
Zu’n Klippelsack*)[1] käme.

[113]

Nu is’r gekumme
Un hot mich genumme,

15
Nu bin ich noch herrne

Zum Klippelsack kumme.

Wenn ich an mein Schatzel denk,
Wackeln alle Tisch’ und Bänk’.
Tisch’ und Bänk’ un Fensterböck,

20
Von mein Schatzel laß ich net.


Mei Schotz is e Schuster,
E Absotzazzer,
E lustiges Luder,
E Madlfotzr.

25
Heischreckn, Fledermois’

Advekat’n un Leis’: –
Nu die namne iwerhand,
Die verziehen e ganz Land.

Meine Frau, die olle Sau,

30
Die hott’ se su weit unten.

Ich hob die ganze Nacht gesucht
Un’ hob se net gefunden.

Hüb’n änne Ficht’,
Drüb’n änne Ficht’,

35
Innemitten Reisig;

Wenn de H … Hochzeit hat,
Da is de Sch … fleißig.

 Erzgebirge und Greiz


[114]

Im Sommer, wenn der Kuckuck regiert,
Dann werden die Knaben von den Mädchen verführt.
Ein Mädchen wie du, dem laß’ ich keine Ruh,
Dem drück ich die Mämmkes*)[2] und küß’ es dazu.

 Bochum


Das Mädchen von Waldkirch’n,
Die läßt sich bald erwürg’n;
Sie sagt: heut muß er nein
Und soll’s mein Unglück sein.

 Erzgebirge


  1. *) Klippelsack (Schwangerschaft)
  2. *) Brust