Kreuz und quer durch Island

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Autor: Carl Küchler
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Titel: Kreuz und quer durch Island
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aus: Die Gartenlaube, Heft 13, S. 405–411
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1892
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Porträt von Island und seinen Bewohnern
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[405]
Die Gartenlaube (1892) b 405.jpg

Reykjavik.


Kreuz und quer durch Island.

Von Carl Küchler.
Mit Zeichnungen von Hans Bohrdt.

„Es ist ein Land, das ist so anspruchslos,
Doch birgt es heilig Gut im Geistesschoß:
     Ist heut noch groß
     An Ehr’ und Muth,
Wie’s seinen Vätern stand so gut.“

So singt der nordische Dichter in begeisterter Vaterlandsliebe von jener einsamen Insel am Polarkreis, von der schon die Alten Kunde hatten, die sie aber nie erreicht haben, deren Bewohner, fern allem Lärm der Welt, heute noch ein urgermanisches Völkchen bilden, dessen litterarische Sprachschätze fast einzig und allein uns wieder hineingeführt haben in die altgermanische Heldenzeit und den Schleier gehoben von der erhabenen Götterwelt unserer Vorfahren, dessen Sprache heute noch ein gewaltiges Denkmal echter, rechter altgermanischer Kraft und Kernigkeit bildet. Dieses Völkchen und sein Leben und Treiben, dieses Land und seine gewaltige, großartig schöne Natur sind es, die wir heute in Wort und Bild an uns vorüberziehen lassen wollen.

Schon die äußere Form der Insel Island, die in politischer Beziehung zu Dänemark gehört, ist äußerst reich an Abwechslung. Im Süden finden wir kaum eine nennenswerthe Bucht, nur erweiterte Flußmündungen und Strandseen wie an den Küsten Pommerns. Im Westen dagegen stoßen wir auf zwei bedeutende Buchten, den Faxafjördur und den Breidifjördur, die wieder in zahlreiche, tief einschneidende Fjorde auslaufen. Im Nordwesten ist jene vielzackige, zerrissene Halbinsel angesetzt, die, dreigetheilt, die Dreitheilung in jedem ihrer Glieder fortsetzt. Der Nordrand, schon von den kalten und kältenden Flächen des Eismeeres umspült, zeigt fünf Buchten, die von West nach Ost an Größe abnehmen und immer flacher werden; am Skialfandi und Axarfjördur sieht man auch sofort die Ursache der Verflachung; es ist eine durch die mächtigen Ströme bewirkte fortgesetzte Ablagerung von Sand aus eruptiven Gesteinen. Das Ostufer endlich mahnt namentlich in seinem südlicheren Theile an die Küsten Norwegens, nur daß diese reiches Leben gestatten, während jenes, umtost von furchtbarer Brandung, kaum einigen Dörfern Platz und Weidegrund bietet.

Nur wenig ist von dem Innern der Insel besiedlungsfähig, die äußersten Küstenstreifen, dann etwa noch ein Strich Landes vom südlichsten Kap Portland im Bogen bis zur nordwestlichen Halbinsel und allenfalls noch die Ufer einiger Flüsse, – dies zusammen bildet den weitaus größten Theil des bewohnbaren Gebietes. Alles übrige ist Einöde, schauervolle Wüste. Grabesruhe herrscht über den erstarrten Massen; kein organisches Leben, nur der Donner der Wasserfälle, das Geheul der Winde, die Stöße der Vulkane mannigfacher Art erinnern den Wanderer daran, daß „hier das Leben tot und das Tote lebend“ sei. Hunderte von Quadratmeilen hat noch nie eines Menschen Fuß betreten, kaum wird es je einem gelingen, von dem Riesenlavafeld der „Odada Hraun“ nach dem 170 Quadratmeilen umfassenden Gebiet des „Vatna Jökull“, des größten Gletschers der Insel, vorzudringen. Die ganze Insel ist ein Gebirgsland; schon unmittelbar an der Küste erheben sich hier und da gewaltige Gletscher, wie dies unsere Abbildung auf Seite 409 veranschaulicht; das Innere ist, wie gesagt, eine schauerliche Einöde, unfruchtbar, von großen Sand- und Lavastrecken durchfurcht. Der Sand, durch seine Feinheit oft äußerst gefährlich, wird durch die rasenden Stürme und die wasserreichen Ströme von den Abhängen der Berge weit weggeführt und da und dort in Massen aufgespeichert; häufig genug sinkt das Pferd bis an den Hals im Triebsand ein und mancher Wanderer wurde unter ihm begraben. Dies Land ist noch nicht zur Ruhe gekommen, und „Lavaland“ hat man es schon genannt. Da hört man im Innern der Erde ein dumpfes Donnern – der Boden wird von Erdbeben erschüttert, an vielen Stellen wallt Dampf auf – und nun öffnen sich an einem oder mehreren Orten, auf Bergen oder in Thälern, Krater, aus denen Lavaströme fließen; vulkanische Asche steigt auf, welche, vom Winde gefaßt, über die ganze Insel ausgestreut wird. Auf diese Weise sind wohl Hunderte von Quadratmeilen ehemaliger fetter Wiesengründe in unfruchtbare, unzugängliche Oede verwandelt worden.

Das eintönige Gepräge der ganzen Insel unterbrechen dann und wann jene Flüsse, die nur auf einer Spezialkarte als das erscheinen, was sie sind: als Ströme von bedeutender Tiefe und Breite. Sie vermehren aber fast alle den unheimlichen, beängstigenden Eindruck; sie steigern im Menschen das Gefühl der Verlassenheit und der Ohnmacht. Pfeilschnell schießen sie über den Lavaboden hin, an den Rissen und Klüften gefährliche Wirbel bildend. Die schwarze Lava ist ein gar zu düsteres Bett, selbst wenn milchweißes Wasser, wie dies bei manchem der Flüsse der Fall ist, über sie hinwegströmt. Keine [406] Brücke führt über den zwar kurzen, aber breiten Stromlauf; wo eine solche doch zu finden ist, da ist der Uebergang über sie gefährlicher als das Durchreiten oder Durchschwimmen der Gewässer. Zahlreiche Wasserfälle von beträchtlicher Höhe, von denen wir einen der prächtigsten aus ganz Island, den der Öxará bei Thingvöllur, aus der untenstehenden Abbildung vorführen, unterbrechen den Lauf; die Flüsse, von der aufgethürmten Lava oder dem zertrümmerten Basalt gestaut, springen in tausend Kaskaden hinab in die Tiefe. Bald führen sie das Eiswasser der Gletscher, bald lauwarmes Naß aus den kochenden Quellen: wenig angenehm für den Reisenden, der in dem einen vor Kälte beinahe erstarrte und gleich darauf im andern ein lauwarmes Bad nehmen muß. Bemerkenswerth ist dabei, daß die von den Gletschern herabeilenden Flüsse in ihrer Fluthhöhe täglich sich zwischen einem höchsten und niedrigsten Stande hin und her bewegen. Der höchste Punkt wird erreicht, wenn bei der Mittagshitze der Schnee und das Gletschereis reichlich schmelzen; darum reitet es sich am besten in der Nacht oder gegen Morgen über die Ströme – immerhin eine unbequeme Sache, wenn man bedenkt, daß der schlüpfrige Untergrund genug der Klüfte und Klippen bietet.

Neben den Strömen und Bächen ist ein „Vatn“ (Wasser, Binnensee) nichts Seltenes; vor allem ist der Myvatn bekannt wegen seiner ungeheuren Mückenschwärme.

Der See liegt in dem steinigen Wellenlande des öden Myvatnsandur, in einer trostlosen Ebene; den Hintergrund in weiter Entfernung bilden die schwarz-blauen Kegelberge: Sellandafjall, Blafjall, Namafjall etc. Sehr feiner vulkanischer Sand bedeckt weithin den Boden in seiner Umgebung, überstreut mit größeren und kleineren Lavablöcken; die Straße zum See ist durch zwei parallele Reihen dicht nebeneinander gelegter größerer Steine kenntlich gemacht. Die Gegend ist gänzlich vegetationslos. Professor Zirkel schreibt über den See: „Nie hat die geographische Bezeichnung irgend einer Oertlichkeit besser das Wesen und die Eigenthümlichkeit derselben wiedergegeben als der Name ‚Myvatn‘, ‚Mückensee‘. Unsere Pferde waren fast wahnsinnig durch die Mücken; man kann sich in einem Kubikfuß Luft kaum mehr lebende Wesen denken, als hier sind: ihre Schwärme sind so dicht, daß man oft einen nebenher reitenden Gefährten nicht zu erblicken vermag, daß man die Augen nicht öffnen, nicht athmen kann: kurz, es ist eine der entsetzlichsten Plagen, welche nur mit der ägyptischen der Heuschrecken zu vergleichen ist. Dazu brannte die Sonne glühend auf unsere Häupter, der Sandstaub wirbelte um uns her, so daß es keiner sehr lebhaften Einbildungskraft bedurfte, sich aus Island in die Wüste Sahara versetzt zu wähnen.“

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Wasserfall in der Öxará bei Thingvöllur.

Der Mückensee läßt zugleich am besten die verheerenden Aeußerungen vulkanischer Gewalten in ihrem ganzen Verlauf und in ihren schrecklichsten Wirkungen erkennen: Vulkane, Krater, Schwefelgruben und Schlammsprudel finden sich in seiner nächsten Nähe in großer Anzahl, viele in voller Thätigkeit. Mit mehr Recht als beim Toten Meere kann man hier von einer Stätte des Grauens sprechen; die ganze nördliche Seite des Myvatn besteht jetzt aus furchtbaren starrgewordenen Lavaströmen, welche die nahe gelegenen Vulkane Krafla und Leirhnukur in den Jahren 1724 bis 1730 über früher üppiges Weideland ergossen haben. „Die zusammengestürzten, riesigen Schlackenstücke sind Eisschollen beim Frühlingsthauwetter vergleichbar,“ sagt ein Reisender. Die Lava ergoß sich auch in den Myvatn, der einige Tage lang förmlich kochte; er wurde durch die Lava so ausgefüllt, daß seine größte Tiefe jetzt nicht über 10 Meter beträgt; zahlreiche, schwarzgebrannte Inselklippen ragen aus dem lauwarmen Wasser hervor. Der See gefriert nie, und das will viel sagen in einem Lande, wo selbst die Häupter der ansgedehntesten Vulkane mit dichtem Schnee bedeckt sind, die gewaltigsten Gletscher sich ausbreiten, der Winter häufig schon Anfang September seinen Einzug hält – in einem Lande, dessen Ost- und Nordostküste oft von Treibeis starrt. Island ist aber von jeher berühmt gewesen wegen dieses Umstandes; die riesigen Gletscher, die weithin sichtbaren Schneehäupter lassen oft genug an ihrem Abhang heiße Quellen, aussetzende und dauernd fließende, entspringen. Es ist der Feuerherd Vulkans, der sich unter den Basalt-, Trachyt- und Tuffmassen hinzieht und der das überhitzte Wasser mit mächtiger Dampfkraft in die Höhe treibt.

Einige Worte mögen auch den Schlammvulkanen, den „Makaluben“ oder „Salsen“, gewidmet sein, ehe wir den Erscheinungen der Geysire uns zuwenden. Der Höhenzug des Leirhnukur weist mehrere Spalten auf, und aus den zerborstenen Felsenwänden dringen heißes Wasser und bleiche Dampfstrahlen mit Zischen und Sausen, oft sogar mit dröhnendem Brüllen hervor; kochende Quellen springen allerwärts aus dem Boden und verwandeln den weichen Thon in einen bodenlosen Morast. Sieben größere Löcher, je etwa fünf Meter im Durchmesser haltend, umgeben von einem niedrigen, nach außen abschüssigen Wulste, angefüllt mit flüssigem Schlamme, die ganze Masse brodelnd, alle drei bis vier Sekunden eine Explosion, welche die Schlammmassen bis zu fünf Meter Höhe emporschleudert: das ist im wesentlichen das Bild einer solchen „Hexenküche“.

Die Geysire oder die heißen Springquellen sind von Reykjavik, der Hauptstadt Islands, zu Pferd in einem Tage zu erreichen; in einer über zwei Meilen breiten Ebene am Südwestfuße des Blafell und einiger kleinerer Hügel liegen sie ganz dicht nebeneinander, der Große und der Kleine Geysir, der Strokkur (Butterfaß) u. a. m., 40 bis 50 an der Zahl. Von Zeit zu Zeit erlebt man einen jener wunderbaren Ausbrüche, von dem unser Bild S. 410 eine Vorstellung zu geben versucht.Unter mächtiger Dampfentwicklung, welche den Boden erzittern macht und ein tosendes Geräusch verursacht, schießt der Wasserschwall empor, ein Schauspiel von wunderbarer, unbeschreiblicher Großartigkeit. Kieselsinter und Tuff erhöhen allmählich die Röhren an den Ausbruchstellen, die nächste Umgebung besteht nur aus solchen Mineralien, auch die kleinen Bäche, welche das ausgebrochene Wasser weiterführen, setzen in ihrem Bette und besonders stark an den Ufern Rinden von papierdünnem Kieselsinter ab, alle Körper, auch die zartesten, mit einer Kruste überziehend. Die Springquellen stehen weder mit dem Hekla, noch einem anderen [407] Vulkane, nicht einmal unter sich in unmittelbarer Verbindung, wohl aber können Erdbeben ihrem Spiele ein Ende machen.

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Isländischer Bauernhof. Kirche von Reykjahlidar.

Island liegt, bis auf eine kleine Spitze im Norden, diesseit des Polarkreises. Die Mitternachtssonne ist deshalb nur auf jener äußersten Spitze und auf der nördlich von Eyjafjord gelegenen Insel Grimsey zu sehen. Sie bleibt dort um Johanni etwa acht Tage und Nächte lang über dem Horizont, Land und Meer mit ihrem milden Rosalicht übergießend, verschwindet dafür aber um Weihnachten eine Woche lang gänzlich. Die Nächte vom Mai bis August sind indessen auch im Südland fast tageshell. Die Sonne verbirgt sich dort zur Zeit der Wende nur auf etwa drei Stunden, und auch dann streicht sie so nahe unterhalb des Gesichtskreises hin, daß die Nacht eigentlich nur aus einem Verschmelzen des Abend- und Morgenrothes besteht. Wunderbar schön ist dann das wechselnde Farbenspiel, welches Berg, Thal und Meer belebt. Und kaum weniger genußreich sind für ein empfängliches Gemüth die nordischen Winter. Doppelt groß und hell als bei uns flimmern und glitzern da Mond und Sterne. Mit rothen, gelben, grünen Farben malt das Nordlicht die in weißes Gewand gekleidete Landschaft. An kalten Tagen zeigen sich Nebensonnen in allen Farben des Regenbogens; unter Schneegestöber erhellt plötzlich ein unheimlicher, bleicher Lichtschein die Luft. Ja, das intensive Blau des Himmels kann der Schneelandschaft Farbe geben, so daß alles ringsum blau erscheint. Doch an diesen Farbeneffekten läßt sich Islands Natur nicht genügen. Mit seltsamen, zauberischen Luftspiegelbildern neckt sie den Reisenden, durch die Nacht flackernde Irrlichter locken ihn auf falsche Wege, rings um seine Bahn senden die vulkanischen Elemente des Bodens ihre Rauchsäulen hoch in die Luft. Wenn aber die Stürme rasen, Sand und Steine von den Bergen fegen und als prasselnden Regen über die Niederlassungen dahinjagen, dann scheint in den Lavahöhlen, Felsschluchten und Klüften ein seltsames Leben zu erwachen, wunderbar klagende Töne durchziehen die Luft, bange birgt sich Mensch und Vieh vor den Geistern der Wildniß.

Das Grauenhafteste ist, wenn ein Erdbeben die Eingeweide der Insel zerreißt, der Boden sich wie die Meereswelle hebt und senkt, den Vulkanen himmelhohe Feuergarben entsteigen, die ungeheure Eisdecke der Bergriesen sich ungeschmolzen in Bewegung setzt und thurmhoch herniedergleitet, glühende Lavaströme sie durchbrechen und durch die bewohnte Niederung brausen, Flüsse und Seen im Innern der Erde verschwinden oder sich aufbäumen zum gewaltigen Kampfe gegen das feindliche Element. Ein unerträglicher Schwefelgeruch, giftige Gase und Dämpfe verpesten die Luft. Finsterniß deckt das Land, gespensterhaft leuchten die flammenden Berge. Dunkelgeballte Wolken von Asche und glühenden Funken, durchzuckt von falben Blitzen, wälzen sich mit breiter Front vorwärts. Die Bewohner packt Entsetzen, sie fliehen bald da-, bald dorthin, überall droht ihnen Verderben. Hier der Aschenregen, dort die Lava. Hier brechen siedende Wasser hervor, dort gleiten alles verheerende Gletscher mit Windeseile näher. Das Thal erfüllt der tosende Strom. Am Hange krachen Bergstürze und Lawinen. Durch die Lüfte gellt die unwiderstehliche Windsbraut. –

Das ist Island und seine Natur! Und doch liebt der Isländer sein Vaterland über alles in der Welt, doch glaubt er, daß es nirgends schöner sei als daheim auf dem nordischen Eiland.

Ich lebte vor einigen Jahren in Kopenhagen mit dem berühmten Isländer Steingrimur Thorsteinsson zusammen, einem namhaften Gelehrten und wohl dem anmuthigsten der heutigen isländischen Dichter. Er hatte auf seiner Reise von Reykjavik nach der dänischen Residenz manche Naturschönheit geschaut, war auf Seeland selbst am Oeresund hinaufgewandert, einem unbeschreiblich prächtigen Stücke Natur, war später auch nach Deutschland gereist, um dessen Schönheiten kennenzulernen – und doch konnte er mir nach seiner Rückkehr nach Island schreiben: „Wie freute mich der Anblick meines Vaterlandes, als das Dampfschiff am Abend in die Faxabucht einlief! Der hohe, sternenklare Himmel, das Meer im Glanze des Vollmondes und die dunkelblauen, majestätischen Gebirge, alles in feierlicher Stille, machten auf mich den tiefsten Eindruck. Ich hatte doch auf der Reise nichts Schöneres gesehen!“

Einsam und fern von der übrigen Welt lebt das kleine Völkchen droben im hohen Norden dahin, auf 104 785 Quadratkilometern, d. h. auf einem Raum, der etwas größer ist als die preußische Rheinprovinz, Westfalen, Hessen-Nassau und Hannover zusammengenommen, kaum 70 000 Seelen.

Die Isländer sind im allgemeinen ein kräftiger Volksschlag; wie wollten sie auch sonst das gefahrvolle, mühereiche Leben durchkämpfen, welches sie zu führen haben! Freilich, die heldenhafte Größe, in der uns die altnordischen Sagen die Islandsmannen des Alterthums vorführen, erreichen sie bei weitem nicht mehr. Die Isländerinnen haben meistens ein rothes, bausbackiges Gesicht, doch trifft man auch blasse, hagere Wangen. Schönheiten finden sich [408] ziemlich selten. Eine stumpfe Nase ist typisch; dagegen besitzen die Mädchen oft ein reiches, lichtgelbes Haar, welches ihnen, gewöhnlich nur zum Theile in Zöpfe gebunden und im übrigen frei über die Schultern herabwallend, neben den blauen Augen gut steht. Ebenso rühmen sie sich einer schlanken Taille und kleiner Füße.

Die Wohnungen auf Island sind, außer in den Städten, meist aus übereinander gelegtem breiten Grastorf mit dazwischen ruhenden großen Feldsteinen gebaut und haben nur nach der Front eine mit Brettern verkleidete und mit Fenstern versehene Giebelwand. Zu einem Bauernhof gehören sechs und mehr solcher Erdhäuser, welche, mit den breiten Seiten nebeneinander stehend und mit Grasdächern versehen, sich in der Landschaft wie eine Reihe grüner Hügel ausnehmen. In den Städten und Handelsorten baut man Häuser wie bei uns aus Stein und Holz. Die Kirchen sind selten aus Erde, meist von Holz, einige auch aus Steinen aufgeführt. Von wie kunstloser Bauart dieselben oft sind, führt die Abbildung des Gotteshauses von Reykjahlidar auf S. 407 deutlich vor Augen. Steinbauten sind übrigens nicht praktisch für die so weit nördlich gelegenen Länder, da in den kurzen, kühlen Sommern die Sonne nicht die Kraft hat, die massiven, vom Winter mit Feuchtigkeit durchzogenen Wände genügend auszutrocknen. In den Häusern sind alle Räume neben-, nicht übereinander angebracht; nur die Wohnstube befindet sich hier und da in einem Bodenraum; sonst aber gilt die Regel: soviele Gemächer, ebensoviele durch breite Mauern gesonderte Hütten. Drei oder vier derselben stehen nach vorn in einer geraden Linie. Davon ist immer eine die Schmiede und eine andere die Fahrnißhütte. Küche und Vorrathskammer liegen überall rückwärts. Im Südland befindet sich die Wohnstube gewöhnlich vorn in der Mitte, im Nordland im hintersten Hause. Ueberall stehen Wohnstube, Küche, Vorrathskammer und Fremdenstube durch einen Gang in Verbindung, während die übrigen Räume nur durch gemeinsame Mauern zusammenhängen. Auch der Haupteingang führt gewöhnlich durch einen finsteren Gang.

 Isländerin
 im Werktagsgewand.

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Isländische Braut. Auf der Reise.

Was die Kleidung der Isländer betrifft, so ist die der Männer ganz dieselbe wie bei uns, nur daß sie selbstverständlich etwas wärmer und überhaupt „handfester“ sein muß. Eigenthümlicher ist die Nationaltracht der isländischen Frauen. Für gewöhnlich besteht sie aus einem wollenen Hemde und dunkelblauen oder rothen wollenen Strümpfen, weißleinenen Unterröcken; darüber wird eine enganliegende und engärmelige Jacke und ein Rock von blauem oder schwarzem Vadmal (Fries) gezogen; ein seidenes Halstuch vollendet den Anzug nebst einer blauen oder schwarzen Mütze, deren Spitze mit einer rothen oder grünen Quaste versehen ist und an einer Seite herabhängt. Die Festtagsjacke ist hinten und vorn mit silbernen Tressen, silbernen Haken und künstlich gearbeiteten silbernen Knöpfen versehen, der untere Rand des Rockes mit Sammetstreifen besetzt. Der Rock wird mit einem silbernen oder einem Sammetgürtel befestigt, welcher mit vielen Zieraten und den Anfangsbuchstaben des Namens der Trägerin versehen ist. Um den Hals kommt ein mit Silber gestickter Kragen oder eine Krause, der Kopfputz aber besteht aus einem mit einer unzähligen Menge von Nadeln 40 bis 50 Centimeter hoch aufgesteckten „Faldur“ (Turban) von weißer Leinwand, der, wo er den Kopf verläßt, rundlich ist, dann aber flach wird, sich mit seinem schmäleren, viereckigen Ende wie ein Helmkamm nach vorn biegt und um den Kopf mit einem schwarzen oder dunkelfarbigen seidenen Tuche befestigt wird. Der Brautanzug ist noch üppiger, vorzüglich der Faldur, welcher alsdann sehr zierlich mit einem reich mit Gold gestickten Netze geschmückt wird. Ein solch stattlicher Anzug erreicht oft einen Werth von 400 Reichsthalern, vererbt sich aber auch 200 Jahre hindurch von einer Generation auf die andere.

Leider ist diese Volkstracht der isländischen Frauen jetzt bereits im Verschwinden begriffen und weicht mehr und mehr der modernen Kleidung. Nur die Zipfelhaube ist noch überall, auch in Reykjavik, in Gebrauch. Eigenthümlich ist auf Island seit alter Zeit die Vorliebe für die schwarzblaue Farbe. Aus der Ferne erscheint dieselbe schwarz, was einen düsteren Eindruck macht; „wenn man auf der Insel ans Land steigt, wähnt man beim ersten Anblick, die ganze Bevölkerung trüge Trauer.“

Die hauptsächlichste Beschäftigung der Isländer ist Viehzucht. Der Bauer spekuliert jedoch auch nebenbei in den reichen Fischereien, macht Jagd auf Vögel – deren Fleisch und Eier er ißt, deren Federn er benutzt – auf Füchse, Renthiere und zuweilen auf Eisbären. Während des Sommers treibt man das Vieh, vor allen Dingen die Schafe, hinaus auf die Hochweiden, wo es von Knaben oder Mädchen gehütet wird, zum Theil aber auch ohne jedwede Bewachung halbwild lebt und sich dahin und dorthin zerstreut. Im Herbste zieht man dann aus, um das Vieh zu sammeln und in die Niederungen zurückzutreiben, und dieses „Begehen“ der Hochweiden gehört zu den lustigsten Geschäften der Isländer. Unter der Leitung des Gemeindevorstehers oder auch eines eigens zu solchem Behufe gewählten „Bergkönigs“, so erzählt Konrad Maurer, zieht die jugendliche Mannschaft ganzer großer Bezirke, jeder Mann von einem tüchtigen Schafhund begleitet, nach dem Sammelplatz. Hier wird Musterung gehalten, und je nach Bedarf theilt der Bergkönig seine Leute in kleinere Haufen, denen er eigene Führer vorsetzt; jedem Haufen wird sein Ausgangspunkt, die Richtung des Ganges und der Ort, wo für die Nacht das Zelt aufzuschlagen ist, bezeichnet. Nun beginnt, sei es zu Fuß oder zu Pferde, eine Art von Kesseltreiben, indem man von obenher die Thiere zu umstellen und dann durch allmähliches Schließen des Kreises abwärts in die Thäler zu treiben sucht; an einem bestimmten Punkte werden sie gesammelt und von denen, die bei der Bergbegehung selbst nicht mitwirkten, in Empfang und Hut genommen, um dann nach Ausweis der in die Ohren eingeschnittenen Erkennungszeichen unter die einzelnen Eigenthümer vertheilt zu werden. An dem Sammelplatz pflegt ein fröhliches Fest gefeiert zu werden, das sich wohl mehrere Tage lang hinziehen kann, wenn die Menge des Viehes die Auseinandersetzung erschwert.

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Gletscher an der Küste von Island.

[410] Der größte Schatz des Isländers sind seine Pferde, die, dem Klima und der Witterung angemessen, meist rauhhaarig sind und nur eine geringe Größe erreichen; dagegen sind sie unermüdlich, an Strapazen und Entbehrungen gewöhnt und vermögen lange zu hungern oder mit der elendesten Nahrung sich zu begnügen. In einen Stall kommen sie jahraus jahrein nicht, immer sind sie im Freien, ihre Nahrung sich selbst suchend. Fast jeder Isländer besitzt zum mindesten zwei Pferde; das beste Reitpferd kostet nicht mehr als 200 Mark, ein Pack- oder Lastpferd bedeutend weniger. Auffällig ist bei den isländischen Pferden, daß ihr Kopf fast durchgängig im Verhältniß zu der übrigen Körpermasse zu groß erscheint.

Der Werth des Pferdes für den Isländer beruht darin, daß man auf Island Reisen nur zu Pferde oder zu Schiffe unternehmen kann. Wagen kennt man selbst in der Hauptstadt Reykjavik nicht, und jede Beförderung von Waren geschieht auf Pferderücken. Große Karawanen beleben darum im Sommer das öde Innere oder ziehen längs den Küsten dahin. Straßen nach unseren Begriffen giebt es nicht, ebenso wenig wie Brücken über die vielen tiefen und reißenden Ströme. Die Wege bestehen meist nur aus den Furchen, welche die in langer Reihe einherziehenden Lastpferde – der Kopf des nächsten immer an den des vorhergehenden gebunden – im Laufe der Jahre mit ihren Hufen getreten haben. Die Nachtquartiere auf den zuweilen Wochen dauernden Reisen werden, wo es angeht, in der Nähe eines Bauernhofes, in den Wüsten jedoch bei einer grünen Oase aufgeschlagen, die den Pferden Gras und Wasser liefert.

Die andere Art des Reisens ist die zu Schiffe.

Zwischen benachbarten Küstenorten kann man, sofern es Wind und Wetter erlauben, Ruder- und Segelboot benutzen. Sonst geschieht die Beförderung durch die Postschiffe, welche zwölfmal im Jahre von Kopenhagen nach Reykjavik kommen, oder mit englischen Dampfern, die im Sommer ebenfalls eine regelmäßige Fahrt einhalten. Die dänischen Postschiffe, von deren zwölf Fahrten nur zwei auf die fünf Wintermonate D[ezembe]r bis April fallen, umdampfen im Sommer fünfmal, di[e englisc]hen Fahrzeuge ungefähr dreimal die ganze Insel, laufen [haupt]sä[ch]lichsten Häfen an und stellen dadurch eine einigermaßen [r]egel[mäßig]e Verbindung derselben untereinander her. Da jedoch Eis, Wetter oder Meeresströmung den Besuch des einen oder anderen Ortes, ja der ganzen Nordküste verhindern können – was leider häufig genug geschieht – so ist diese Verbindung stets eine unsichere.

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Der große Geysir auf Island.

Im übrigen ist ein jeder in Island auf sich selbst angewiesen. Darum ist auch jeder in allen Stücken sein eigener Handwerker; vorzüglich geschickt sind die Leute allesammt in der Bearbeitung des Eisens, meisterhaft beschlagen sie ihre Pferde selbst und verfertigen sich Sättel und andere Lederarbeiten. Nur in Reykjavik giebt es einige berufsmäßige Handwerker, die nach dem Grundsatz der Arbeitstheilung ihrer Beschäftigung obliegen; so findet man dort einen Buchbinder und einen Goldschmied. Herbergen und Gasthäuser giebt es auf der ganzen Insel nur in den Hafenplätzen, die allgemein in großartigem Maßstab geübte Gastfreundschaft läßt solche Einrichtungen nicht aufkommen; wem man heute sein gastliches Dach anbietet, der kann morgen schon den Wirth von gestern mit Speise und Trank erquicken müssen. Vor allem sind es die Pfarreien, an welche der Wanderer nicht vergebens anklopft.

Was die Bildung der Isländer anbetrifft, so ist bekannt, daß „damals, als die ganze Welt in Barbarei versunken war, die Wissenschaften und die schönen Künste eine Freistätte in diesem entlegenen Lande fanden und daß man von einem Isländer, der fremde Länder besuchte, immer voraussetzte, daß er nicht bloß ein tapferer Mann, sondern auch ein Dichter sei.“ Dieser poetische Zug ist jedem Eingeborenen in ungewöhnlichem Maße heute noch eigen, wie sich denn überhaupt dieses germanische Völkchen im hohen Norden durch eine reiche Bildung auszeichnet.

Knaben und Mädchen genießen gleiche Schulung im elterlichen Hause, denn die Eltern selbst ertheilen in gewissenhaftester Weise den Unterricht. Junge Leute, welche später eine höhere Schule besuchen wollen oder denen besondere Verhältnisse die natürlichen Lehrer genommen haben, erhalten gewöhnlich Unterricht durch den Pfarrer, bei dem sie oft auch die Hälfte des Jahres hindurch in Pension sind. Bemitteltere Familien schicken ihre Söhne auf die Gelehrtenschule nach Reykjavik, die 1846 von Bessastadir dahin verlegt wurde. Der Unterricht daselbst ist vorzüglich, namentlich werden die „Humaniora“ stark getrieben; die meisten Schüler studieren Theologie, da sie in ihrer Heimath so am besten wirken können. Hinsichtlich des Bauernstandes auf Island darf man sagen, daß es einen aufgeklärteren in ganz Europa nicht giebt. Ph. Schweitzer bezeugt: „Ich habe auf meinen Ritten im Lande ein paar Bauern kennengelernt, die das Gymnasium in Reykjavik besucht hatten, mehrere, die drei Sprachen (Isländisch, Dänisch, Deutsch) sprechen oder wenigstens verstehen konnten, viele, welche neben ihrer Mutterspräche Dänisch verstanden; alle aber waren sie bewandert in Geschichte und Litteratur, nahmen regen Antheil am politischen Leben des Vaterlandes und hatten infolge der Lektüre populär geschriebener Bücher, an denen die isländische Sprache gar nicht arm ist, und ihrer Zeitungen und Zeitschriften ganz gesunde und durchaus nicht auf den nächsten Gesichtskreis beschränkte Begriffe und Anschauungen. Wenn nun viele Reisende den Mangel an äußerer Bildung beim isländischen Bauern hervorgehoben und von diesem, da sie seine Sprache nicht verstanden, auch auf eine tiefstehende geistige Bildung geschlossen haben, so ist das sehr unrecht, jener Mangel aber zu entschuldigen durch die vom Weltverkehr entfernte Lage der Insel und die tyrannische Behandlung, welche ihre Bewohner lange, lange Zeit zu erdulden hatten. Erst in den letzten Jahrzehnten ist hierin eine Aenderung eingetreten.“

[411] Wie sich der isländische Dichter in der von Schneegestöber und Stürmen durchbrausten Winterfinsterniß die Sonnenblicke der Poesie gewahrt hat, so weiß auch der Isländer im allgemeinen sich auf mancherlei Weise das stille Leben im einsamen Norden zu erheitern. Dieselben Tage, die wir feiern, werden zum größten Theile auch auf Island festlich begangen, besonders Weihnachten, wenn es dort auch an einem strahlenden Christbaum fehlt; denn Island ist ein waldloses Land, von Tannen vollständig entblößt, und neben der Birke, die aber stets Zwergholz bleibt, findet sich hier und da nur die Eberesche, die eine etwas bedeutendere Höhe erreicht. Auch das Tanzen ist auf Island bekannt, und nicht allein in der 3000 Einwohner zählenden Hauptstadt Reykjavik und auf den Handelsplätzen, sondern ebenso draußen auf dem Lande unter den Bauern, bei ihren Festen und Hochzeiten wird in der Regel getanzt. Sogar Konzerte werden bisweilen in Reykjavik gegeben, wie überhaupt Musik, namentlich das Klavierspielen, gern getrieben wird.

Eine ausgesprochene Vorliebe haben die Isländer für den – Schnupftabak. Sie kaufen Tabak in Rollen und Blättern, zerreiben ihn selbst und führen ihn in Gefäßen bei sich, welche an Form und Größe mittelmäßigen Pulverhörnern gleichkommen. Zu Hause streuen sie davon in langen Zeilen auf die Hand, gerade wie es die Bewohner des bayerisch-böhmischen Waldgebirges mit dem sogenannten Presiltabak machen. Auf der Reise, wenn sie zu Pferde sind, bringen sie mit zurückgeneigtem Kopfe die Mündung des Hornes unmittelbar an die Nase. Auf diese Weise verlieren sie keinen Tabak, was beim Reiten umsomehr der Fall sein würde, als in Island fast beständig ein heftiger Wind weht.

Eine ganz eigenthümliche, aber echt altgermanische schöne Sitte – die manchem von uns freilich nicht immer behagen, aber manchem vielleicht auch recht angenehm sein würde – ist die der Begrüßung auf Island. Sowohl beim Zusammentreffen als beim Abschiednehmen ist ein herzlicher Kuß auf den Mund, ohne Unterschied des Ranges, des Alters und des Geschlechts, die einzige Art der Begrüßung, welche die Isländer unter sich kennen. Nur in der unmittelbaren Nachbarschaft der Faktoreien begrüßt der Isländer einen Fremden, den er im Vergleich zu sich selbst als etwas Vornehmeres betrachtet, dadurch, daß er seine rechte Hand auf den Mund oder die linke Seite der Brust legt und dann eine tiefe Verbeugung macht. Wenn man eine Familie auf Island besucht, muß man die Mitglieder derselben nach ihrem Range und Alter begrüßen, indem man mit dem höchsten anfängt und dann, so gut es sich beurtheilen läßt, in richtiger Abstufung bis zu dem niedrigsten hinabsteigt, selbst die Dienstboten nicht ausgenommen. Beim Abschied aber geschieht dasselbe in umgekehrter Ordnung: man fängt bei den Dienstboten an, geht dann zu den Kindern über und endigt mit der Hausfrau und dem Hausherrn.

Damit nehmen auch wir für heute Abschied von dem kleinen, unbeachteten Volke im hohen Norden. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, mehr und mehr Theilnahme für jenes „äußerste Thule“, für Island und sein Volk zu wecken!