Kurze Anleitung zu einer richtigen Kenntniß und Behandlung der Forte-Pianos/3

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
<<<
III. Kapitel
Vom Tone.
>>>
{{{UNTERTITEL}}}
aus: Kurze Anleitung zu einer richtigen Kenntniß und Behandlung der Forte-Pianos
Seite: 26–27
von: [[{{{AUTOR}}}]]
Zusammenfassung: {{{ZUSAMMENFASSUNG}}}
Anmerkung: {{{ANMERKUNG}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Wikipedia-logo.png [[w:{{{WIKIPEDIA}}}|Artikel in der Wikipedia]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
[[Index:{{{INDEX}}}|Wikisource-Indexseite]]
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[26]
III.
Vom Tone.

Es ist schwer zu bestimmen, welches der schönste Ton bei dem Forte-Piano sey. Der individuelle Geschmack findet bald scharfe, schneidende, brillante, bald hingegen volle, runde und weiche Töne schön. Ohne einer Meinung zu nahe zu treten, kann man aber doch annehmen, daß, wenn sowohl die einzelnen als zusammenklingenden Töne des Forte-Piano Gefallen erwecken und das Gemüth ansprechen sollen, sie sich, so sehr als möglich, dem Tone der besten Blas-Instrumente nähern müssen. So kann z. E. besonders der Flügel vieles vom Tone der Clarinette und des Hornes haben, und wenn die Aehnlichkeit sich auch darin äussert, daß der angegebene Ton lange in fast gleicher Stärke forttönt, wenn er sich nicht sogleich entweder ganz oder in die höhere Octave verliert, wenn er nicht kurz ist, was er seyn kann, selbst wenn er stark ist, so kann man annehmen, daß er gut sey. Ein solcher singender Ton ist eine Hauptsache, das Clavier mag dann weich oder brillant intonirt seyn.

Der Ton eines Forte-Piano kann indessen nicht voll seyn, und doch fortsingen; dies gilt besonders von dem sogenannten Silberton, der aber sehr bald, besonders bei starkem Spielen, Eisenton wird. Dieser Ton grenzt schon an das Trockene, Dünne, Magere; er ist zu weit von der Aehnlichkeit mit der Menschenstimme oder denen Instrumenten [27] entfernt, welche durch ihre runden, weichen, schmiegsamen, das ganze Ohr ausfüllenden Töne so mächtig auf das Gefühl wirken.

Auch ein Ton, der im Basse ins Paukenartige fällt, wenn er gleich weich und forttönend seyn sollte, kann nicht schön genannt werden, so wenig ein seichter und wenig imponirender Ton taugen mag.

Was die schöne Tongebung von Seiten des Spielers betrifft, so wird im folgenden Abschnitte das Weitere hierüber gesagt werden.