Land Gosen

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Textdaten
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Autor: Theodor Fontane
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Titel: Land Gosen
Untertitel:
aus: Gedichte, Seite 77–78
Herausgeber:
Auflage: 10. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1905
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger
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Erscheinungsort: Stuttgart und Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[77]
Land Gosen.


Oft hör’ ich: „Unsre gute Stadt
Augenscheinlich eine Verheißung hat,
Der Himmel, der uns so hegt und pflegt,
Hat uns alles wie vor die Thüre gelegt.

5
     Ja, ja, wir haben es leicht und bequem:

Im Brieselang Eichen, in Glindow Lehm,
In Rauen Kohlen, in Linum Torf,
Kalkgeschiebe bei Rüdersdorf,
Im Grunewald Schwarzwild, Hirsch und Reh,

10
Spargel en masse bei Halensee,

Dill und Morcheln und Teltower Rüben,
Oderkrebse hüben und drüben,
Auf dem Hohen Barnim Fetthammel-Heerden
(Werden mit Nächstem Sonthdowns werden),

15
Königshorster Butter, in Sperenberg Salz,

Im Warthebruch Gerste, Graupen und Malz,
In Kienbaum Honig, im Havelland Milch,
In Luckenwalde Tuch und Drillch,
Bei den Werderschen Kirschen und Aprikosen

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20
Und bei Potsdam ganze Felder von Rosen.

Nichts entlehnt und nichts geborgt,
Für Großes und Kleines ringsum gesorgt,
Und gesorgt vor allem auch (und nicht schlecht)
Schon für unser kommendes Geschlecht, –

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Dess’ sind uns Gewähr unsre lieben, strammen

Und fast unmöglichen Spreewaldsammen.