Land und Leute/Nr. 46. Wanderungen durch Bulgarien

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Textdaten
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Autor: A. C. Wiesner
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Titel: Wanderungen durch Bulgarien
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 51, S. 848–850
Herausgeber: Ernst Ziel
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1881
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Reisebericht aus der Artikelserie Land und Leute, Nr. 46
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Lltud und Leute.

Nr.. 4tst Wanderungen durch Bnlgackem ... ^..^ Voll A. E. Wiesner.

Bulgarien, welches ill der Iüllgstzeit wieder in den Border- lichell Waaren an. Dazwischen drängest sich Obst- und Genliise- grnnd der Tagesereignisse getrctcll, ist fast noch immer ein halb- häudler, Fuhrwecke mit kuarreudeu Räderll, Reiter, russische nnbekanntes Lalld - um so interessanter ein Blick allf bulgarisches Osstciere, bulgarische Soldateu und allerlei Volk m charakteristischer, Laud und bulgarische Leute. buntfarbiger Tracht. Vou der Straße gelaugen wir auf einell

Ueberaus anregend ist die Reise in dieses entlegene Länder- großen Platz, wo wir mehrere Zoll ties im Staube verstukeu. gebiet allf eineln der großen Touaudampfer, die mit allen Be- Ieder Reiter oder Wagen wirbelt deshalb förmliche Samnmwolken gnemlichkeiten ansgestattet filld. Nachdem man das „Eiserne Thor“ passirt, beginnt die Userlaudschaft sich allmählich zu ver- ändern. Zur Rechten des gewaltigen Stromes steigt das Land, ostmals ill be- trächtlicher Höhe, steil em- por, während das linke rumällische User sandig und völlig stach ist. Hier be- ginnt die große, endlose Ebene, die an schönen Sommertagen im blaueu Dust der Feere ver- schwimmt und unr durch vereinzelte Baumgruppeu llud Greuzwächterhütteu unterbrocheu wirb. Die Donau durchströmt nun in mehreren großen Kriim- mungen das Land.

Inzwischen hat sich das Verdeck des Dampfers voll den bereits znrückgelegtell Ufecktatiollen immer mehr mit intereffanten Gestalten und Typen gefüllt, welchem der fonderbarften sischung Occident und Orient ver- treten. Die Türken drücken sich stnmm und theiluahms-. los in eine Ecke, währeud die lebhasten Serben, Ru- mälleu und Vulgaren sich laut und zwanglos unter- halten. san hört hier alle Sprachen der ostenro- päischen Völkerlnischung: Ungarisch, Serbisch, Ru- mäuisch , Vulgarisch und Türkisch. Es pflegt auch nicht an dentschen, eng- tischen, italienischen und rnssischen Reisellden zu mangeln, die, salls sie diese Fahrt zum erstell sale unternehmen, mit Iuteresse und Verwundernd aus ihre Umgebung blicken. Die Donau beschreibt

.^er Glolüenthnrm der ..^allplüirche in ^.otla.

Origiltalzeichlmltg voll I. I. Kirchner.

allf, die das Athmen er- schweren, die Einheimischen aber kanm zu belästigen scheinen.

Ein Ziehbrlmnen in der sitte des Platzes, sowie ein ueues .East.: nach euro- päischer Art silld hier die Hauptdecoratioueu. Vor dem Cafe, besten Veranda von russischer und bul- garischeu Ossteiereu sowie Rustschuker Houoratioreu gesüllt ist, siugt ein bul- garischer Rhapsode, von einer lauscheudeu Volks- grllppe umgeben seine Hel- demieder, sie mit der Gusla begleiteud, dem uralter musikalischer Illstrumeute sälumtlicher Südstaveu.

Iu der Nähe des Platzes

bestudet sich eine Moschee, die durch den füllgsteu Krieg arg getitteu hast Auch eine ganze Häuser- gruppe in der Nachbar- schaft ist durch die Ge- schosse in eine große Ruine. verwalldelt worden.

Der Landweg von Rust- schuk nach der altell Bill- garenhallptstadt Tirnowo, den lnan entweder im Wagen oder zu Pferde zurücklegell kanll, ist ill langdschaftlicher oder sollsti- ger Beziehung welliger be- merkerswerth. Eckt nach- dem luau die hoher, iul- posanten Berge der Samo- wodakette im Angesichte hat, weicht die bisherige Einsörmigkeit der Lalld- schaft eineln überaus all- ziehellden Gebirgscharak- ter. Zn beiden Seitell der Straße erheben sich hohe, znmeist mit üppiger Eichen oder anderem Lanbgehötz bedeckte Bergrücken, von

deren Gipfem ab und zu

llun abermals einen Bogen hinter dem alsbald hohe, schlallke schmucke Klöster oder die Trümmer' einstiger Besestiglmgell in das sillarets und die Stadt Rustschuk sichllar werden. Wie alle Thal blicker. Aus den Schmchteu stürzell über Felser und Gerölle orientalischen Städte, scheint Rustschuk durch die zerstreuteu Häuser- schäumellbe Gießbäche, um sich mit der Ialltra zu vereinigen welche grllppeu und die bazwischeu liegeubell Gärteu eine viel größere uns später bis Tirnowo das Geleite giebt. Die Straße fährt nun Ansdehuung zu haben , als es in Wirklichkeit hat. Nachbem wir nach einem engen bewalbeten Bergkefsel, in dem die alte Bulgaren-

hauptstabt in überalls malerischer Lage amphitheatralisch elnpor- steigt. Der Allsblick von Tirllowo aus die Auslänser des Balkan- gebirges nnb bieses selbst kanll nnbebingt prachtvoll geuamlt werben. Auch die Vegetation ill der Umgebung der Stabt ist eine überalls üppige, kurz, Tiruowo back ohne Wiberrebe als einer der schönsten lanbschasllichen Pnnkte Bulgariens gelten.

uns lnit der bulgarischer Zollrevision abgefnnbell, wobei noch, eigentümlich geung, an der türkischer Ueberlieferung „Bakschisch“ (Trillkgelb) festgehalten wirb, betreten wir das Innere der Stabt. Ill den ellgell, halbbnnklell Straßen geht es überaus lebhast her. Die Labenbesitzer ill den kleinen, zumeist ein Stockwerk hohen Häusern sowie umherwallderude Verkällser bieteu uns alle mög- [849] 8^

Das Innere der Stadt sticht sreilich voll ihrem vorteilhaften Aeußeren gewaltig ab.^ Wir finden wieder, wie in allen orientalischen Städten, ein ellges, krummes Straßellgewirr, ruinenartige Hällser, viel Schmntz und Verkolnmellheit, ja nicht einmal den primitivstell Ansang westenropäischer Gestttung und Enltllr. - Für die Bmgaren ist illdeß Tirllowo reich all historischen Erinnerungen. Es war die Residenz ihrer mächtigen Zaren, die von hier alls ihre siegreichen Kriegszüge gegen Constantinopel mlkerllahnlell. Daß Bnlgarien einst ein mächtiges südstavisches Reich geweseu, darüber herckchell keinerlei Zweisel. Die Geschichte meldet uns, daß zllr Zeit des oströmischen Kaisertlmlns mächtige Bmgareuheere wiederholt vor den sauerll Collstautiuopels erschienen und die griechischen Kaiser ^.Friedensschlüssen und Tribntzahlnllgen zwallgell. Bei Tirnowo sollte aber auch das Verhängniß über das bmgarische Reich und

Gestein und üppige Thalgrüllde, in denell sanlbeerbäulne und köstliche Trallbeu reifen. Ie mehr: mall sich Grabowo nähert; desto hällstger. loerden die Weinberge. Eillell höchst srenndlichen, ja im Vergleiche zu den bisher geschauten bulgarischen Städtell und Ort- schaften geradezu überraschenden Eilldrllck macht das am Wege gelegelle Städtchen Trenowo, das zumeist aus nettgebantell , rein- lichell, voll wohlgepflegten Gärten umgebenen Holzhällserll besteht. Welln mall diese Eivilisationsoase erblickst so glallbt mall gar nicht in Vnlgarien oder überhaupt im ellropäischen Orient zu sein, und es wäre vielleicht interessant llachznsorschell, warum gerade die Be- wohner Trenowos ill so abfälliger Weise den modernell Enltllr- ideell geneigt sind.

Grabowo , das im jüngsten Kriege als . Zngallgspllnkt

mm

.ckstpkapasfe eine hervorragende Nolle gespielt, ist bezüglich seines

^tne Aorstadtftrb-e in ^ofltr.

Originalzeichnlmg von I. I Kirchner.

Volk hereinbrechen ; denn hier war es, wo das wild anströmende, Astes vor nch niederwerfende Tückenheer die Bmgarell zur. Haupt- schlacht nöthigte, in der. Letztere ihre Uuabhällgigkeit und Freiheit verloren, um Jahrhnnderte lang von ihren Bezwingern als rechtlose Sclaven behandelt zu werden. Wohl im Hillblicke aus diese geschicht- liche Erinnerung ist auch noch heute der Haß der Bewohller Tirnowos gegen die Türken ein überaus heftiger. Teshalb haben auch seit dem jüngsten Kriege, der. die Errichtung des gegenwärtigen selbst- ständigen Fürsteuthums zur Folge hatte, fast alle Tücken Tirllowo verlassen; nur ein geringer Rest, den unterstell Volksschichten all- gehörig. ist geblieben und hat sich in die nene Orduung der Dinge gefugt. ^^^^

Von Tirllowo gelangt man in einem Tage nach Grabowo. ..'..er Weg dahin führt abwechselnd durch wilde Felsschluchten, ödes

Aeußeren zwar weniger freundlich, aber mall findet dort gallz gute Unterkunft und mancherlei Bequemlichkeiten , die den übrigen bulgarischen Städten fremd find. Tas erklärt sich vielleicht darans, daß Grabowo ein bedentellder Illdustrie-Ort Bulgackells ist, ill welchem zu gewifsell Zeitell sich viele fremde Kalls- und Geschäftsleute einzufinden pflegen. Unter den industriellen Erzeuglliffell der Stadt steht llalnelltlich die Fabrikation von blanken Waffell, zumal Säbel- und Handschacklingen obellall, welche im gallzell ellropäischen Orient gepichte Artikel sind.

Voll Gruboloo alls ist der durch die jüngsten Kriegsereigniffe historisch geworbene Schipkapaß leicht zu ersteigen. Die Straße, die seit dem Kriege besser geworden, aber noch immer Vieles zu wünschen übrig läßt, steigt in sortwährellden Krümmungen an steilen Felsabhängeil und durch wilde, oft beträchtlich tiefe Schluchten hinan.


..^l^. Nr. ö1.

l^

[850] Kurz vor der Paßhöhe bemerkt man aus einem vorspringenden Felsplatean die Reste einer Besesllgung und unsern davon eine Reihe versalleller Holzhüllen, welche wohl den Russen zur Unterbringung von Mnndvorrath, Munition und anderem Kriegsmaterial gedient haben mochten. Bald nachher erreicht man den höchsten Pnnkt der Sllaße, voll dem sich plötzlich ein prachtvolles Landschaftsbild ent- rollt. Man erblickt Kasaulik, umgeben von allen Reizen einer sarben- prächtigen südlichen Vegetation. Die weißen Hänser der Stadt blicken aus üppigen Gärteu und dem dunlleu Grüu mächtiger Vnchen, Eichen, Eypressen, Platanen und Lorbeerbänme hervor, zwischell denen ausgedehute blühende Rosenpslanznugen sich hiustrecken, die zur Erzeugung des berühmten orientalische Rosenöles dienen, das bekanntlich ein wichllger Handelsartikel ist. Mit einem Worte, der Anblick Kasanliks und seiner entzückenden Umgebung entschädigt reichlich für das mühsame Eckteigen des Schipkapasses.

Sofia, die gegenwärtige Hauptstadt Vulgariells, ist jüngsthin vielfach genannt worden. Auch Sofia hat sich noch weuig veräudert. Die Sllaßeu sind bei trockenem Wetter mit tiesem Stand bedeckt, der sich, sobald Regen eintritt, ill ein grundloses Kothmeer ver- wandelt. Noch schlimmer steht es in den entlegenen, ausgedehnten Vocktädten aus, wo die armell Leute in eleudeu Erdhütten, wahren Troglodytellhöhlen, hausen (siehe das Bild unseres Künstlers) und in kümmeckichster Weise ihr Dasein sristell. Indeß ist auch hier die türkische Bevölkerung, wie in anderen bulgarischen Städten, alls ein Minimnm herabgeschmolzen.

Dafür habell sich seither in Sosta viele sremde Gewerbe- lleibende und Geschästslente, zumal Serbeu und Rumänen, nieder- gelassen, deren Geschäste in knrzer Zeit einell günstigen Anfschwmlg geuommeu. So entstanden auch mehrere neue Gasthöfe nach west- europäischer Art, Restaurauts, Easts, Kauslädeu und mauche audere Uuternehmell, an deren Spitze Fremde stehen. An hervorragenden Gebäuden ist Sosta arm, etwa die Hallptkirche ansgenommen, von deren charakteristischem Glockenthurm uuser Kimstler ein anschanliches Bild liefert. Selbst für Flickt Alexander und seine Umgebung war kein für seine Residenz passendes Gebände vorhanden, weshalb er die srühere türkische Easerne beziehen mußte, die iudeß in ihrem Inneren ganz wohnlich eingerichtet wllrde. Vou ueu erckchteteu Gebäudeu sind nur die Schuleu beluerkeuswerth. Daß man damit den Allsallg gemacht, scheint alls die Erkenntniß hinzuweisen, daß dem Lande vor Allem die Hebung der Volksbildung noth thnt. Unter der türkischen Herrschaft gab es im Lande keine einzige bulgarische Schule, souderu nur höhere mohammedanische („Medrissen“).

In Sosta herrscht reges Lebell, namentlich Sollntags, wo das Lalldvolk in seinen malerischen Trachten in die Stadt strömt. Als- dalln und die Straßen von einer sestlich geputzten Menge gestillt; dazwischen drängen sich mit Büsteln bespannte Baneruwagen, Reiter, die mit lauteu Zuruseu die Mellge zmn Ausweiche mahue, elegante Eguipagen, den Bertreteru der europäischen Mächte gehörig, russische Ossteiere ill goldstrotzeuden Ullisorlnen aus feurige Pferde - kurz das Bild ist ein überaus belebtes und wechselvolles.

Weuu es dllukelt, sülleu sich die Cosels und Gasthäuser, von denen mauche eineu schou völlig europäische Austrich habell und zumeist von russische Ossteiere besucht werde. Während im Inneren jener Loeale lnstig die Champagnerpfropfe knallen und die Gläfer all einauder klingen, steht draußen in lauer Sommernacht eine lauscheude Bollsgruppe, in deren Mitte ein graubärtiger, er- bliudeter Guslaspieler seine schon uuzählige Male wiederholte, aber vom Bolke immer wieder gern gehöckeu ultbulgarischeu Heldeu-

lieder siugt. Erwähut er ill seinem Liede irgend cknen allen Nunonulhelden , der du öder dort die Tücken geschlugen, so wird der Znrus der Menge sosort ein enthusiastischer, in den sich auch wohl Berwüuschungen der „usiutischeu Teusel“, der Türke, mische eme patriotische Entestung, die sreilich unter der Herckchast des Halbmoudes nicht lant werden dnrste.

Das. ist in kurze Zügen ein Abend in Sosta.

Beschließen wir ünn uusere Wuuderungen durch Bulgarien luit einem Blick aus seine gegenwärtigen polillschen Zustäude und Verhältnisse, die allerdings wellig erfreulicher Natur sind ! So viel ist gewiß, daß der russische Eiusluß aus alle polillschen Handlungen des Fückten der ausschließlich maßgebende ist. Daß unter solchen Umständen von einem Versassungslebeu nicht die Rede sein kann, liegt aus der Haud. Wie kann eonstitutionelles Weseu gedeihen, wie sollen die Landesinteressen öffentlich und srei- müthig besprochen werden, llachdem der Fürst das türkische Preß- gesetz wieder eingesührt hat? Leider werden diese antokrutische Regierungstedeze von der großen Masse des bulgarische Volles uubewußt unterstützt.

Wir müssen hier der geistige Verkümmerung gedenken, der das bulgarische Volk währeud der Jahrhunderte langge Türken- herrschest versallen, wodurch es allein erklärlich wird, daß die Volksmasse alle dem Landeswohle znwideckansenden Regierungs- maßnahmen zu llntersllitzen bereit sind. Und welches Urtheil, welches politische Verständniß könnte man auch voll einem Volke wie das bulgarische verlange, dessen große Massen des Lesens und Schreibens unkundig und darnm anßer Stande sind, auch nur die Hauptbediugungen eines sreien geregelten Staatswesens zu er- sassen und im Iuteresse ihres Landes zu besürworten?

Das bulgarische Volk scheint vorläustg damit zusriedeu, daß es voll den verhaßten Türken befreit ist, und glaubt dies ausschließlich dem rufstscheu Kaiser daukeu zu müsse, dem es deshalb auch den Beinalnen „Ezar-Besreier“ gegebe hat. Wus nun weiter geschehen, wie das Land sich entwickckn soll, darüber zerbricht sich der ge- wöhnliche Bulgare nicht den Kopf.

Alls dem bisher Gesagten erhellt, daß die liberale Partei; wenn sie auch über mehrerr. tüchtige, im Auslande gebildete Männer, wie Karuwelow, Slawejkow und Zankow, versügt, bezüglich ihrer Zahl und ihres Emslusses noch von keiner allzu großen Be- deutung sein kann. Ob uber Fürst Alexander mit Ausschluß des intelligenten , den Laudesiuteresseu ergebeneu liberale Elements lnit den rnsstschen Ossteiere und Beamten aus die Tauer weiter zu regieren vermug, dürste auch kaum zu bejahe sein. Bockäustg beabsichtigen die liberalen Führer, lvie zur Zeit der türkische Bedrückung, ihr Vaterlalld zu verlasseu, llm in delu benachbarten Rumäuieu Zuslucht und Schutz zu suche. Ueberhallpt ist Rumällie für die Liberulell Bulgurieus dus Borbild eines sreiheitlichen, von weisell Gesetzen regierte Stuates, der sich unter König Earol aus dem Huuse Hoheuzolleru glücklich sühlt; deuu ein größeres Maß von Freiheit, als es Rumänien besitzt, liegt nicht in der Absicht der bulgarische Liberale. Sollte nun die uuerschruckeueu Vor- kämpser der guten Suche Bulgurieus wirklich ihre Selbstverbunuung nach Rumäuieu uusführen, so möge sie de Trost und die Ueber- zeugung mituehmeu, duß feher oder später auch ihrem Baterlaude ein besseres Loos wiukeu wird. Habe doch auch die übrige Douatlstaate langge gekämpft und viele Drungsule eckille, bevor sie ihre Selbststäudigkeit uns wirklich liberale Gruudlage erlaugt, die untreuubar sind von dem Geiste unseres Iuhrhuuderts.