Lied eines Armen

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Textdaten
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Autor: Ludwig Uhland
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Titel: Lied eines Armen
Untertitel:
aus: Gedichte von Ludwig Uhland, Seite 17–18
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1815
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung
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Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
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Originalherkunft:
Quelle: MDZ München = Commons.
Kurzbeschreibung:
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[17]
Lied eines Armen.


Ich bin so gar ein armer Mann
Und gehe ganz allein.
Ich möchte wohl nur einmal noch
Recht frohen Muthes seyn.

5
In meiner lieben Eltern Haus

War ich ein frohes Kind,
Der bittre Kummer ist mein Theil
Seit sie begraben sind.

Der Reichen Gärten seh’ ich blühn,

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Ich seh’ die goldne Saat:

Mein ist der unfruchtbare Weg,
Den Sorg’ und Mühe trat.

Doch weil’ ich gern mit stillem Weh
In froher Menschen Schwarm

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Und wünsche Jedem guten Tag,

So herzlich und so warm.

O reicher Gott! du liessest doch
Nicht ganz mich freudenleer:
Ein süßer Trost für alle Welt

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Ergießt sich himmelher.
[18]

Noch steigt in jedem Dörflein ja
Dein heilig Haus empor;
Die Orgel und der Chorgesang
Ertönet jedem Ohr.

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Noch leuchtet Sonne, Mond und Stern

So liebevoll auch mir,
Und wann die Abendglocke hallt,
Da red’ ich, Herr, mit dir.

Einst öffnet jedem Guten sich

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Dein hoher Freudensaal,

Dann komm’ auch ich im Feierkleid
Und setze mich an’s Mahl.