MKL1888:Alberdingk Thijm

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Meyers Konversations-Lexikon
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Wikisource-Seite: Joseph Albert Alberdingk Thijm

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Alberdingk Thijm. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1888–1889, Bd. 1, S. 286. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Alberdingk_Thijm&oldid=- (Version vom 10.01.2019)

Alberdingk Thijm (spr. teim), Josephus Albertus, niederländ. Schriftsteller und Dichter, geb. 13. Aug. 1820 zu Amsterdam, widmete sich, obwohl von Beruf Kaufmann, fast ganz der Kunst und Litteratur. Er neigte sich als überzeugter Katholik zur romantischen Schule und ist dieser Auffassung in allen seinen Schriften treu geblieben. Im J. 1844 erschienen seine ersten Gedichte, denen verschiedene andre Sammlungen folgten. Seit 1855 gibt er eine Zeitschrift für Litteratur und Kunst („De Dietsche Warande“) heraus und hat sich in derselben als scharfer, obschon einseitiger Kritiker bekannt gemacht. Mit Vorliebe widmete er sich dem Studium des Dichters Vondel („Portretten van Joost van den Vondel“, 1876, u. a.); auch lieferte er viele andre schätzbare Beiträge zur niederländischen [287] Litteraturgeschichte und schrieb französisch: „De la littérature neérlandaise à ses différentes époques“ (1854). Als Dichter zuweilen den besten seiner Zeitgenossen gleichkommend, steht er in der historischen Erzählung oder novellenartig-historischen Skizze als anerkannter Meister da. Diese Erzählungen erschienen gesammelt als „Verspreide verhalen in proza“ (Amsterd. 1879–83, Bd. 1–3). Noch hat man von ihm eine sehr geschätzte Sammlung niederländischer Gedichte von 1150 bis 1655 (Amsterd. 1850–52) und einzelne Schriften über kirchliche Kunst („De heilige linie“, 1858, u. a.).


Meyers Konversations-Lexikon, 4. Aufl.
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Band 17, Seite 19
korrigiert

Alberdingk Thijm, Jos. Albertus, niederländ. Schriftsteller, starb 17. März 1889 in Amsterdam. Sein Leben beschrieb van der Duys (Amsterd. 1889).