MKL1888:Hyalographīe

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Vorheriger
Hyalītglas
Nächster
Hyalomelān
Wikisource-logo.svg

Wikisource-Seite: [[{{{Wikisource}}}]]

Tango style Wikipedia Icon.svg
Wikipedia-Artikel:
Wiktionary small.svg
Wiktionary-Eintrag:
Seite mit dem Stichwort „Hyalographīe“ in Meyers Konversations-Lexikon

Originalseite(n)
832

korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Empfohlene Zitierweise
Hyalographīe. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1888–1889, Bd. 8, S. 832. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Hyalograph%C4%ABe&oldid=- (Version vom 01.10.2014)

Hyalographīe (griech., „Glasschrift“), die von Böttger[1] und Bromeis erfundene Kunst, auf Glasplatten zum Druck sich eignende Zeichnungen einzuätzen. Man überzieht das Glas mit Ätzgrund, radiert die Zeichnung und läßt wässerige Flußsäure, die man durch Macerieren von Flußspat mit verdünnter Schwefelsäure dargestellt hat, auf das Glas einwirken. Schließlich wird der Ätzgrund mit Terpentinöl abgewaschen und die Platte, damit sie beim Druck nicht springe, mit Gips auf einer Eisenplatte festgekittet. Der Druck erfolgt auf Kupferdruckpressen mit genau geschliffenen Marmorwalzen. Wegen der Gleichförmigkeit des Glases erfolgt die Ätzung sehr gleichmäßig, die Zeichnungen werden rein und zart wiedergegeben; aber es fehlt ihnen an Schärfe und Kraft, welcher Mangel aus der Natur des Glases herzuleiten ist. Vgl. Ätzen.

Anmerkungen (Wikisource)[Bearbeiten]

Vgl.: Ueber die Kunst, Glas zu äzen und zu druken (Hyalographie). In: Polytechnisches Journal. Band 92 (1844), S. 237–238 Dingler Online

  1. w:Rudolf Christian Böttger