Mama, Papa

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: unbekannt
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Mama, Papa
Untertitel:
aus: Erotische Volkslieder aus Deutschland, S. 75
Herausgeber: Hans Ostwald
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: [1910]
Verlag: Eberhard Frowein
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Princeton-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[75]

Mama, Papa

Mama, Papa da draußen steht ein Knabe,
Den möcht ich gern, den möcht ich gern
Zu meinem Manne haben;
Er hatt so’n allerliebst Gesicht,

5
O sieh Mama, o sieh Papa,

Wie zärtlich daß er spricht.

Mein Kind, mein Kind laß du den Knaben gehn,
Sonst ist es ja, sonst ist es ja
Um deine Ehr geschehn.

10
Ein Kuß ist schlimmer als die Pest,

Du stirbst mein Kind, du stirbst mein Kind,
Wenn du dich küssen läßt.

Mama, Papa, ihr währet längst gestorben,
Wenn Euch der Tod, wenn Euch der Tod

15
Beim ersten Kuß erworben,

Denn gestern Abend sah ich ganz gewiß,
Wie der Herr Papa die Frau Mama
Recht herzlich hat geküßt.

Mein Kind, mein Kind, so heirat meinetwegen,

20
Und nimm von mir, und nimm von mir

den allerbesten Segen.
Sei fruchtbar und vermehre dich,
Und laß dich küssen, laß dich küssen,
Gerade so wie ich.

 Ein auf dem Westerwald viel gesungenes Volkslied