Manufacturwaarengeschäft und Spinnerei von Seydel und Söhne in Glauchau

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Titel: Manufacturwaarengeschäft und Spinnerei von Seydel und Söhne in Glauchau
Untertitel:
aus: Album der Sächsischen Industrie Band 1, in: Album der Sächsischen Industrie. Band 1, Seite 165
Herausgeber: Louis Oeser
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Louis Oeser
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Erscheinungsort: Neusalza
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Manufacturgeschäft u. Spinnerei von Seydel & Söhne in Glauchau.

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Manufacturwaarengeschäft und Spinnerei von Seydel und Söhne in Glauchau.
(Mit Abbildung.)

Dieses Etablissement wurde im Jahre 1790 von Herrn Carl Friedrich Seydel gegründet und man kann es mithin als in seiner Branche eines der ältesten Glauchaus betrachten. Es wurden hier ursprünglich nur Westenstoffe fabricirt, welche gegenwärtig aber gar nicht mehr gemacht werden. Die lange projektirte Anlage einer Spinnerei wurde im Jahre 1824 ins Werk gesetzt und von demselben Jahre datirt sich auch der Beginn der Fabrikation von Tüchern und Kleiderstoffen. Von nun an gewann das Geschäft rasch an Ausdehnung und der Gründer hatte die Freude, seine Schöpfung zu immer schönerer Blüthe sich entfalten zu sehen. 1843 starb Herr Carl Friedrich Seydel hochbejahrt und ihm folgte Herr Traugott Leberecht Seydel, welcher das Geschäft unverändert fortführte und später durch Aufnahme seiner Söhne Ernst und Fritz als Theilhaber, die heutige Firma gründete.

Das Etablissement besteht aus

einem Spinnereigebäude mit dem Comptoir;
einem Maschinenhaus;
einem Färbereigebäude;
einem Lagerhaus;
einem Wohngebäude und
mehreren Stallungen, Remisen u.s.w.

An diesen Gebäudecomplex schließt sich ein Gemüse- und Obstgarten.

Die hier vertretenen Branchen sind

die Fabrikation von wollenen und halbwollenen Tüchern, Châles und Kleiderstoffen;
die Streichgarn- und Vigognegarn-Spinnerei und
die Appretur.

Die Tücher, Châles und Kleiderstoffe bilden die Haupterzeugnisse des Etablissements und es finden dieselben in den Zollvereinsstaaten, sowie nach den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika ihren Hauptabsatz.

Von Messen werden nur die in Leipzig und Frankfurt a./O. besucht.

An Maschinen besitzt das Etablissement

eine Dampfmaschine von zwölf Pferdekraft,
vier Sortiments-Spinnmaschinen,
eine eiserne Presse mit Dampfheizung, für die Appretur, und
einen Scheercylinder.

Beschäftigung finden hier fortwährend vier Comptoiristen, ein Maschinist, ein Reisender und vierzig Fabrikarbeiter in dem Hause; außer dem Hause aber werden noch je nach Bedürfniß zwei, bis vierhundert Arbeiter beschäftigt.

Besitzer sind der Herr Traugott Leberecht Seydel senior und dessen Söhne, die Herren Ernst und Fritz Seydel.