Musenbund an Göthe’s Geburtstag

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Musenbund an Göthe’s Geburtstag
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 103–104
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Quelle: Commons, Google
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[103]
Musenbund an Göthe’s Geburtstag.


Glücklich, wer die Tage weiß,
Wo gut Aderlassen,
Wo das Trockne liebend sich
Paaret mit dem Nassen;

5
Wo Discant und Contrabaß

Rein zusammenpassen,
Und wo sich die Prosa leicht
Läßt in Verse fassen.

Heute glänzt uns soch ein Tag,

10
Fröhlich und poetisch.

Hell ist er, an Lehr’ uns reich,
Wenn gleich nicht ascetisch.
Selber ist er zwar kein Gott,
Aber doch prophetisch.

15
Solch ein Tag ist Schöpfungstag,

Soch ein Tag ist Göthisch.

Beßre Constellation
Könnet ihr nicht wählen
Zu der Verse leichtem Fluß,

20
Ohne sie zu zählen.
[104]
Darum, Sänger, rüstet heut

Mit dem Geist’ die Kehlen;
Laßt dem hellen Morgenroth
Nicht den Mittag fehlen.

25
Alter, schöner Dichterzeit

Froh erneutes Datum
Soll uns sein Geburtstag sein,
Semper renovatum.
Festgestellt sei uns in ihm

30
Deutscher Muse Fatum.

Reich, wie Göthe, blühe sie,
Stets post Christum natum.