Nachhall (Geisheim)

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Nachhall
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen,
S. 211–212
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max und Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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[211]
Nachhall.


Der Freunde Thränen sanken
Auf ihres Lieblings Grab;
Ihm folgen die Gedanken
In seine Nacht hinab.

5
Es wallt zu ihm die Trauer,

Sein Bild erfüllt das Herz;
An seines Grabes Schauer
Sucht Trost der Liebe Schmerz.

Sein Haupt im Frühlingskranze

10
Ward der Vernichtung Raub.

Er sank im Morgenglanze
In der Verwesung Staub.
Es sank mit seiner Hülle,
Die dem Geschick erlag,

15
Hinab des Lebens Fülle

Und seines Geistes Tag.

Doch sehet in den Grüften,
Dort findet ihr ihn nicht;
Des Geistes Flügel schifften

20
Hinauf zum Sternenlicht;
[212]
Von wo er einst gekommen,

Wonach er hingestrebt,
Für dessen Gluth entglommen
Er seine Zeit gelebt.

25
Er ist dem Licht erstanden,

Der Vater weckt’ ihn auf;
Frei von des Todes Banden,
Wallt er im Sternenlauf;
Nicht ihn, nur uns beklagen

30
Im dunkeln Thale wir.

Doch einst, emporgetragen,
Sind, Freund, auch wir bei dir.