Neue Jahresfahrt

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Neue Jahresfahrt
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen
S. 255–256
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max und Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Quelle: Commons, Google
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Neue Jahresfahrt.


Na, weil denn in dem Jahre
Nicht unsers Bleibens ist,
Herr Kronos, nun so fahre
Sein Kutscher sonder Frist.

5
Frisch treib’ er seinen Schimmel

Auf heitrer Bahn umher,
Doch zu der Fahrt gen Himmel
Eil’ er nicht allzusehr.

Sein flüchtig Roß hat Flügel;

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Er fahr’ bedacht darum,

Nehm’ gut es in die Zügel,
Und werf uns ja nicht um.

Denn in den Wagentaschen
Steckt unser Glück und Glas;

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Die Geigen und die Flaschen

Und sonst zerbrechlich Was.

Sollt’ er uns das zerschlagen,
Das würde traurig sein;
Wer könnt’ die Welt ertragen,

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Gäb’s nicht mehr Geig’ und Wein.


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Drum laß er uns nicht sinken;

Er fahre, wie es frommt,
Er soll auch mit uns trinken,
So oft ein Wirthshaus kommt.

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Wir lassen ihn gewähren,

Er soll uns Führer sein.
Bei schöner Wirthin kehren
Wir schon am liebsten ein.