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Osymandias

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor:Percy Bysshe Shelley
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Titel:Osymandias
Untertitel:
aus:Percy Bysshe Shelley’s ausgewählte Dichtungen, Zweiter Theil, S. 143
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:1819
Erscheinungsdatum:1866
Verlag:Verlag des Bibliographischen Institus
Drucker:{{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort:Hildburghausen
Übersetzer:Adolf Strodtmann
Originaltitel:Ozymandias
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle:Google
Kurzbeschreibung:
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Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
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Bearbeitungsstand
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[143]

     Osymandias.

     Ein Wandrer kam aus einem alten Land,
Und sprach: Ein riesig Trümmerbild von Stein
Steht in der Wüste, rumpflos Bein an Bein,
     Das Haupt daneben, halb verdeckt vom Sand.

     Der Züge Trotz belehrt uns: wohl verstand
Der Bildner, jenes eitlen Hohnes Schein
Zu lesen, der in todten Stoff hinein
     Geprägt den Stempel seiner ehrnen Hand.

     Und auf dem Sockel steht die Schrift: „Mein Name
Ist Osymandias, aller Kön’ge König: –
Seht meine Werke, Mächt’ge, und erbebt!“

     Nichts weiter blieb. Ein Bild von düstrem Grame,
Dehnt um die Trümmer endlos, kahl, eintönig
Die Wüste sich, die den Koloß begräbt.