Pariser Stückchen

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Textdaten
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Titel: Pariser Stückchen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 11, S. 126
Herausgeber: Ferdinand Stolle
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[126] Pariser Stückchen. Zu Paris stand neulich ein Herr Boissoneau vor der Zuchtpolizei, angeklagt, eine Uhr mit dem Kuchen eines Pastetenbäckers bezahlt zu haben. Er kam eines Morgens zu einem berühmten Pastetenbäcker: „Ich brauche zu morgen vierhundert Pasteten zu einem Diner, bin Marquis So und So und wohne da und da.“ - „Sehr wohl, sollen sie haben zu der von Ihnen bestimmten Zeit.“ - Abgemacht. Jetzt geht der Marquis hinüber zu einem Uhrmacher und sucht sich eine Uhr für zweihundert Franks aus, und während der Uhrmacher das kostbare Instrument einpackt, wird der Kunde plötzlich ein Butterhändler. „Ich bin Butterhändler en gros, Monsieur: der Pastetenbäcker gegenüber ist mir vierhundert Franks schuldig, die er morgen bezahlen will; Sie haben wohl die Gefälligkeit, Ihre zweihundert Franks statt meiner in Empfang zu nehmen. Kommen Sie mit hinüber, damit ich Sie vorstelle." Beide gehen hinüber. Marquis und Butterhändler en gros sagt: „Sie brauchen mir morgen blos zweihundert zu schicken, geben Sie die andern zweihundert gefälligst diesem Herrn hier.“ - „Sehr wohl! Alles in Ordnung." Marquis und Butterhändler zieht mit seinem Zeitmesser ab, und der Uhrmacher verdarb sich am folgenden Morgen schon beim Anblick der zweihundert Pasteten, die statt der zweihundert Franks sich einfanden, den Magen. Marquis und Butterhändler bekam nun, entdeckt, seine Strafe, aber weder der Pastetenbäcker noch der Uhrmacher Zahlung für ihre Kunstwerke.