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Protest (Lenau)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor:Nikolaus Lenau
Illustrator:
Titel:Protest
Untertitel:
aus:Nicolaus Lenau’s dichterischer Nachlaß, Seite 91–92
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum:1858
Verlag:Vorlage:none
Drucker:
Erscheinungsort:Stuttgart und Augsburg
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle:Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[91]

Protest.

Wenn ich verachte heimliches Verschwören,
Und wenn ich hasse Meuchelmörderhand,
Wenn in des Volkserretters Ruhmgewand
Verhüllte Schufte meinen Groll empören,

5

Reih’ ich das Königsthum den Himmelsgaben,

Verlaßner Völker Vaterhaus und Hort.
O glaubet nicht, ich liebe drum sofort,
Was jetzt und hier an Königen wir haben.

O glaubet nicht, ich führe keinen Zunder

10

Im Herzen für des Zornes edle Glut,

Tritt wo ein Fürst sein Volk im Uebermuth,
Noch daß ich ehren kann gekrönten Plunder.

[92]

Nie wird mein Flügelroß zum Schindergaule
Für meine Ehre, und mich strafe Gott,

15

Sing’ ich ein Fürstenlied, daß mir, zum Spott,

Die Hand vom Saitenspiel herunterfaule.