RE:Κύφος

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XII,1 (1924), Sp. 57–58
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Κύφος,[WS 1] Berg und Stadt (nach Steph. Byz. s. v. auch Fluß) in Perrhäbien. Von K. führte nach dem Schiffskatalog Hom. Il. II 748 mit Scholion Guneus, der Eponym von Gonnos, 22 Schiffe nach Troia, Lykophr. Alex. 897 mit Schol. Durch die Genealogie Palleneus–Perrhaibos–Kyphos, Eustath. Il. II 335, 9 (eine Stelle, nach der man wohl auch bei Steph. Byz. s. v. das allein erhaltene Π zu Π[αλληνέως] wird ergänzen dürfen), ist K. mit Makedonien, durch Guneus mit Gonnos verbunden, Steph. Byz. s. Γόννοι. Nach Strab. IX 442 blieben die aus der dotischen Ebene verdrängten Ainianen zum Teil am K. wohnen. Wegen dieser Zusammenhänge mit Gonnos und der dotischen [58] Ebene, vielleicht auch wegen einer falschen Beziehung des πρὸς τῷ Ὀλύμπῳ bei Strab. IX 441 setzte Heuzey Le Mont Olymp et l’Ac., Paris 1860, 62f. den K. mit dem Kokkinopetra gleich, einem südlichen Vorberg des Olymp nordwestlich von Gonnos. Dagegen Kiepert FOA XV zeichnet K. viel weiter westlich bei dem heutigen Chassia ein; über dies Gebirge vgl. Philippson Thess. u. Epirus 1897, 150ff. Georgiades Θεσσαλία², Volo 1894, 4. 177 setzt den Berg K. nordöstlich von Chassia auf dem Amarves (Ἀμάρμπεῖ) und die Stadt K. an seinem Ostfuß in Vuvala an. Doch macht Bursian Rh. Mus. XVI 416 und Geogr. v. Griech. I 47, 4 darauf aufmerksam, daß die unbestimmten Angaben der Alten eine zweifellose Festlegung des Ortes nicht gestatten. Vielleicht verhält sich der prähistorische Ort K. zu dem geschichtlichen Gonnos so wie Arne zu Kierion oder Phthia zu Pharsalos. Vgl. mein Progr. Pharsalos, Nürnberg 1914, 15f. Arvanitopullos Πρακτικά 1910, 248-252. Das Ethnikon ist Κυφαῖος; derselbe Wortstamm findet sich in Thessalien noch bei den unbestimmbaren Κυφάνιοι IG IX 2, 400.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. transkribiert: Kyphos.