RE:Ἀμφιμάσχαλος

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 1942
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Ἀμφιμάσχαλος (χιτών), Arist. eq. 822, attischer Ausdruck für das, was später χιτών χειριδωτός heisst (Schol. Arist. a. O. Moeris. Hesych. Suid.), ein Chiton, der sich nicht durch eigentliche Ärmel, sondern durch grössere Weite (Gell. VI (VII) 12) und dadurch, dass er auf den Schultern nicht, wie die Exomis, nur an einem Punkte, sondern auf eine längere Strecke geschlossen war, auf die Arme erstreckte und die Schultern und Achselhöhlen (μασχάλαι) bedeckte. Daher der Name, welcher von den Grammatikern (Schol. Aristoph. a. O. Poll. VII 47. Hesych. Suid. Et. M. 90, 54} missverstanden wurde, als bezeichne er einen zweiärmeligen Chiton im Gegensatz zu einem einärmeligen; für diesen erfanden sie den Namen ἑτερομάσχαλος. Der wirkliche Gegensatz ist ἐξωμίς, Gell. a. O.

[Mau.]