RE:Abu-Simbel

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 128
Pauly-Wissowa I,1, 0127.jpg
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Abu-Simbel (auch Abu-Simbul, Ibsambul, Ipsambul), Ort auf der W.-Seite des Nils in Unter-Nubien mit zwei unterirdischen von Ramses II. im Felsgestein einer ganz nah am Ufer steil abfallenden Bergwand angelegten Tempeln. Auf der Vorderseite des grösseren der beiden Tempel sind im lebenden Gestein vier sitzende Colossalfiguren (20 m. hoch) ausgearbeitet, die Ramses II. vorstellen, und auf den Beinen einer dieser Figuren, der links vom Eingange befindlichen, stehen griechische und phönicische Inschriften neben andern eingegraben. Die griechischen sind zum grössten Teil in dorischem Dialekt gehalten und rühren von Söldnern her, die, wie aus der grössten der Inschriften hervorgeht, mit König Psammetich nilaufwärts hierher gelangt waren. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Feldzug Psammetich II. (v. Gutschmid in Sharpe Gesch. Eg. I 82, 1). Vgl. Lepsius Denkmäler XII 98–99. CIG 5126. IGA 482. Kirchhoff Studien z. Gesch. d. griech. Alph.⁴ 27. A. Wiedemann Rh. Mus. N. F. XXXV 364–372. Eug. Abel Wiener Studien III 161–184. J. Krall ebend. IV 164–166. E. Gardner Journ. Hellen. Studies VII 235. Gust. Hirschfeld Rev. Ét. grecques III 221–229. Die phönicischen Inschriften und Litteraturnachweise über diese im CISemit. I 1, 111–113.